Chef der Filser im Koma

Adi Frieser, Präsident des bayerischen Traditions-Bunds, erleidet einen Tag vor Weihnachten einen Schlaganfall.
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Filser-Chef Adi Frieser
dpa Filser-Chef Adi Frieser

Adi Frieser, Präsident des bayerischen Traditions-Bunds, erleidet einen Tag vor Weihnachten einen Schlaganfall.

MÜNCHEN Der Tag hatte besinnlich-schön begonnen. Einen Tag vor Weihnachten war Adi Frieser, Chef des traditionellen bayerischen Männer-Bundes Filser-Buam, mit seiner langjährigen Lebensgefährtin Traudi Kustermann noch in der Münchner Innenstadt unterwegs. Sie gingen trotz des Weihnachts-Wahnsinns fröhlich einkaufen, schmückten später auf dem Friedhof vier Familiengräber. Gegen 18 Uhr wollte sich Adi daheim ein Bier gönnen. Als er es im Stehen einschenkte und sich dann gemütlich an den Tisch setzen wollte, brach er plötzlich zusammen.

Völlig geschockt und durcheinander rief seine Traudi, mit der er seit 19 Jahren unverheiratet, aber glücklich ist, den Notarzt.

Die Diagnose: Schlaganfall!

Adi Frieser, bekannt für seine stimmungsvolle, direkte Art, wurde von den Ärzten ins künstliche Koma versetzt.

Jeden Tag besuchte ihn Traudi im Krankenhaus. Niemand anderes durfte zu ihm.

Ex-Filser-Präsident und Wiesn-Wirt Edi Reinbold zur AZ: „Dass mit dem Adi ist wirklich schlimm. Ich bin in Gedanken und Wünschen bei ihm – und seiner Traudi.“

Die Tage vergingen, der Filser-Boss blieb im Koma. Seine Traudi bangte und betete. Groß-Gastronom Christian Schottenhamel kümmerte sich währenddessen um die Filser-Organisation – immerhin findet in seinem Löwenbräukeller am 25. Februar der Filser-Ball statt. Der münchnerischste und begehrteste von allen Bällen. Karten bekommt nur, wer einen Filser (Christian Ude, Edmund Stoiber, Ottfried Fischer, Max Dietl, Gerd Käfer) persönlich kennt.

Nach langen 19 Tagen erwachte Adi Frieser endlich. Seine Traudi, die über jeden Besuch akribisch Tagebuch führt, erleichtert zur AZ: „Ich war in großer Angst und Sorge. Aber es geht ihm zum Glück schon ein bisschen besser. Er hat mir beim letzten Besuch intensiv in die Augen geschaut – und sogar meine Hand gedrückt.“

Die patente Wirtin („Alter Wirt“) hofft, dass es ihrem Adi bald so gut geht, dass er in Reha nach Bad Aibling gehen kann. Doch ihr größter Wunsch ist es, dass er bis zum Filser-Ball wieder so fit und gesund ist, dass er seinen berühmten Filser-Hut aufsetzen und dabei sein kann. „Das wäre die schönste Freude für ihn.“

Kimberly Hoppe

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