Chaos im ICE-Verkehr: Das erwartet Bahnreisende auf beliebter München-Strecke

Weil die Deutsche Bahn in diesem Bereich die Schienen erneuert, hat das Zugausfälle und Fahrzeitverlängerungen zur Folge. Das sind die Details.
von  AZ
Während der sechswöchigen Sperre starten gleich mehrere ICE-Linien nicht wie gewohnt von München sondern ab Nürnberg.
Während der sechswöchigen Sperre starten gleich mehrere ICE-Linien nicht wie gewohnt von München sondern ab Nürnberg. © IMAGO/Ardan Fuessmann

Zugausfälle, Umleitungen und Verlängerung der Fahrzeit – und wenn alles gut geht, sind die Arbeiten rechtzeitig zum Feiertagsverkehr zu Weihnachten abgeschlossen. Auf der ICE-Strecke München–Nürnberg gibt es im Herbst sechs Wochen lang eine Vollsperrung.

ICE-Strecke München–Nürnberg sechs Wochen lang gesperrt 

Auf Zugreisende kommt da einiges zu, denn die Strecke wird auf dem Abschnitt zwischen Nürnberg und Ingolstadt-Nord vom 31. Oktober bis 12. Dezember wegen Bauarbeiten gesperrt, teilt die Deutsche Bahn (DB) mit.

Dass in diesem Bereich Schienen erneuert werden müssen, hat Zugausfälle und Fahrzeitverlängerungen zur Folge. Die stündlichen ICE-Verbindungen von München nach Berlin sollen zwar weiter gewährleistet sein, wer sie nutzt, muss allerdings laut DB rund 45 Minuten mehr Zeit einplanen.

Während der Sperrung ist Nürnberg der zentrale Knotenpunkt 

Aber: Direkte ICE-Verbindungen von München nach Frankfurt über Nürnberg entfallen demnach komplett. Als mögliche Alternative nennt die Bahn die Route über Stuttgart.

Während der Sperre starten gleich mehrere ICE-Linien – darunter Verbindungen nach Hamburg, Köln und Dortmund – nicht wie gewohnt von München sondern ab Nürnberg. So löst Nürnberg in dieser Zeit die Landehauptstadt als zentralen Knotenpunkt im bayerischen Fernverkehr ab. Die ICE-Linie 18 verkehrt trotz der Bauarbeiten von München über Augsburg und Nürnberg nach Hamburg, die ICE-Linie 29 zwischen Ingolstadt und Nürnberg soll umgeleitet werden.

Zugausfälle, Umleitungen und Verlängerung der Fahrzeit

Die Auswirkungen der Sperre zwischen dem 30. Oktober (7 Uhr) und dem 12. Dezember (23.59 Uhr) im Überblick.

ICE-Verbindungen zwischen München und Berlin

Zwischen München und Berlin gibt es noch mindestens stündliche Direktverbindungen, teilt die Bahn mit. Dabei verlängert sich die Fahrzeit um etwa 45 Minuten auf rund 4.50 Stunden. Zwischen Nürnberg und Berlin verkehren die Züge ohne Einschränkungen.

  • ICE-Linie 18 München–Augsburg–Nürnberg–Erfurt–Berlin–Hamburg
    Diese Züge verkehren wie gewohnt.
  • ICE-Linie 28 München–Nürnberg–Erfurt–Leipzig–Berlin–Hamburg
    Diese Züge verkehren nur auf dem Abschnitt zwischen Nürnberg und Hamburg. Der Halt München Hauptbahnhof entfällt.
  • ICE-Linie 29 München–Ingolstadt–Nürnberg–Erfurt–Halle–Berlin
    Diese Züge werden zwischen Ingolstadt und Nürnberg umgeleitet, sodass sich die Fahrzeit um rund 30 Minuten verlängert. Auch die Ankunfts- und Abfahrtszeiten zwischen München und Nürnberg verschieben sich daher. 

ICE-Verbindungen zwischen München und Hamburg

Zwischen München und Hamburg verkehren die Züge via Kassel nur noch zweistündlich statt wie gewohnt stündlich. In der anderen Stunde beginnen bzw. enden die Züge in Nürnberg. In Ingolstadt halten weiterhin stündlich Züge, diese verkehren jedoch ausschließlich in/aus Richtung Berlin. Die zweistündlichen Verbindungen in/aus Richtung Hamburg entfallen.

  • ICE-Linie 25 München–Augsburg/Nürnberg–Kassel–Hannover–Hamburg
    Die Züge via Augsburg verkehren wie gewohnt. Die Züge via Nürnberg fahren nur auf dem Abschnitt zwischen Nürnberg und Hamburg. Bei diesen Zügen entfallen die Halte München Hauptbahnhof und Ingolstadt Hauptbahnhof. 

ICE-Verbindungen zwischen München und Frankfurt

Zwischen München und Frankfurt gibt es keine Direktverbindungen mehr via Nürnberg. Alternativ bestehen jedoch noch Direktverbindungen via Stuttgart.

  • ICE-Linie 41 München–Nürnberg–Frankfurt–Köln–Essen–(Dortmund)
    Diese Züge verkehren nur auf dem Abschnitt zwischen Nürnberg und Essen bzw. Dortmund. Hierdurch entfällt der Halt München Hauptbahnhof.
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