Chaos auf der Stammstrecke: S-Bahn entschuldigt sich mit Tickets für Therme Erding

Bei der Müncher S-Bahn kam es in der vergangenen Woche und auch am Montag reihenweise zu Ausfällen und Verspätungen. Nun möchte sich die S-Bahn bei den Fahrgästen entschuldigen.
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Die Feuerwehr musste anrücken, um die Fahrgäste aus der liegen gebliebenen S-Bahn zu befreien.
Feuerwehr Die Feuerwehr musste anrücken, um die Fahrgäste aus der liegen gebliebenen S-Bahn zu befreien.

Bei klirrender Kälte am Bahnsteig ausharren oder in der stickigen S-Bahn feststecken - in der vergangenen Woche und auch am Montagmorgen kam es reihenweise zu Ausfällen und Verspätungen bei der Münchner S-Bahn. Nun möchte sich die S-Bahn bei den Fahrgästen entschuldigen.

München - Moderator Mike Thiel vom Radiosender Gong 96.3 hat dafür mit S-Bahn-Chef Heiko Büttner eine "Sorry-Aktion" ausgehandelt. Ab Mittwochmorgen um 7 Uhr werden in den S-Bahnen 10.000 Freikarten für die Therme Erding an die Fahrgäste verteilt.

"Wir bringen Entspannung in diese Situation", sagt der Programmdirektor von Radio Gong, Johannes Ott. "Ein Thermenbesuch ist nämlich genau das, was die Fahrgäste jetzt brauchen können", so Ott weiter. Radiomoderator Mike Thiel hätte mit dem S-Bahn-Chef eigentlich im Interview nur darüber gesprochen, wie es zu den ständigen Störungen bei den S-Bahnen gekommen sei, sagt der Programmdirektor. Dann sei er auf die Idee für die Aktion gekommen.

S-Bahn-Ausfälle: "In München gibt es eine Entschädigung"

"In anderen Städten gab es auch jede Menge wetterbedingte Bahn Ausfälle", so Mike Thiel. "Bei uns in München gibt es wenigstens eine kleine Entschädigung dafür."

Aber ob die 10.000 Thermen-Ticktes wirklich als Wiedergutmachung für die verlorene Zeit auf zugigen Bahnsteigen ausreichen, bleibt offen.

Kritik vom Fahrgastverband

Der Fahrgastverband Pro Bahn kritisiert die Entschädigungsaktion unterdessen. Der Münchner Sprecher von Pro Bahn, Andreas Barth, sagte am Montag, sei es zwar eine nette Geste, stehe aber nicht im Verhältnis. "Es kann doch nicht sein, dass zufällig ausgewählt wird, wer eine Freikarte bekommt und wer nicht", sagte Barth. "Hier muss mehr passieren, etwa gezielte Rückerstattungen, vor allem für Zeitkartenbesitzer, denn die betrifft es am meisten." Sinnvoll wäre somit laut Barth, den Besitzern einer solchen Karte im kommenden Monat weniger Geld abzubuchen.

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