Chaca Chaca: Düster und mit Geschichte

AZ-Klatschreporter Michael Graeter hat sich für Sie in der Münchner Partyszene umgesehen und das "Chaca Chaca" am Maximiliansplatz 16 erkundet.
| Michael Graeter
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"Chaca Chaca" bei Tag: Maximiliansplatz 16.
Katharina Alt 3 "Chaca Chaca" bei Tag: Maximiliansplatz 16.
Wer sieht wen? Im "Chaca Chaca" ist das mitunter nicht so leicht.
www.nachtagenten.de 3 Wer sieht wen? Im "Chaca Chaca" ist das mitunter nicht so leicht.
Wer sieht wen? Im "Chaca Chaca" ist das mitunter nicht so leicht.
www.nachtagenten.de 3 Wer sieht wen? Im "Chaca Chaca" ist das mitunter nicht so leicht.

München - Das „Chaca Chaca“ am Maximiliansplatz ist eine Keller-Disco mit vielen Geschichtchen in einem Haus mit viel Geschichte. Vom Schnitt her ist nicht viel geändert worden, seit Nachtleben-Gastronom Jupp Schneider und Birgit Biederer ihre Geschäfte von hier nach Berlin verlegt haben.

Das Lokal, in dem früher die FC-Bayern-Helden von Matthäus bis Basler ein- und ausgingen und Misswahl-Veranstalter Erich Reindl mit 60Bellas den Testosteron-Spiegel der Münchner Raben außer Rand und Band brachte, hieß früher „Maximilian’s“, „Kult“ und „Max-Suite“.

Für den Sound sorgte der legendäre DJ Raimund, der 18Jahre am Plattenteller stand, das Auf und Ab im Tanz-Keller überlebte und jetzt den musikalischen Nachtisch im Schlachthof-Restaurant „Atlantik-Fisch“ serviert, nachdem der Club am Maximiliansplatz nach einer Razzia geschlossen wurde.

Als neue Wirte zogen Domenico D’Agnelli, ein ausgewiesener Musik-Fachmann, und Tonio Barrientos ein.

Früher befand sich so ein Club nur in einer Hand und es gab nie einen Ruhetag. Wie im „Bobbeaman“ hämmert im „Chaca Chaca“ Elektro-Musik. Das Publikum, einst sehr jung (was ja auch zur oben geschilderten Razzia geführt hat) – ist durchaus volljährig. Zumindest sieht es so aus. Denn der Club ist dunkel, um nicht zu sagen düster (was manchen älteren Gästen womöglich entgegen kommt). Kopf an Kopf tanzen die Girls und Boys. Die Gästeschar ist ausgewogen.

In dem Gebäude befand sich das Gourmet-Restaurant „Humpelmayr“, das beste Speiselokal der Stadt. Die Ausnahme-Gastronomen Bamsi und Charlott Franzen betrieben einst die Hummer-Oase, in der sich Kaiser, Könige, Kino-Stars und Krösusse die Türklinke in die Hand gaben. Ex-Kaiserin Soraya, Prinz Johannes von Thurn und Taxis sowie Krupp-Erbe Arndt von Bohlen und Halbach waren Stammgäste. Den Ruin leitete die Schnapsidee ein, im rückwärtigen Obergeschoss den Nightclub „Paris-London“ zu etablieren.

Übrigens: Auch das „Chaca Chaca“ gab es schon früher. Es war längere Zeit der Geheimtipp in einem Keller in der Landwehrstraße, bevor es an den Maximiliansplatz umzog.

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