Busfahrer: Ein einziger Fahrgast auf der Linie 100

Die Corona-Krise bekommen auch Münchens Busfahrer hautnah mit.
| Von Moritz Löw; Protokoll: Emily Engels
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Busfahrer Moritz Löw.
Privat Busfahrer Moritz Löw.

Die Corona-Krise bekommen auch Münchens Busfahrer hautnah mit.

München - Meine Kollegen und ich, wir achten jetzt allgemein sehr auf die Hygiene. Ich steige zum Beispiel an jeder Endhaltestelle aus und wasche mir die Hände.

Auch in unseren Betriebsräumen achten wir darauf, dass wir den nötigen Abstand einhalten und nicht zu viele Fahrerinnen und Fahrer gleichzeitig im Raum sind. Weil beim Bus der Fahrerbereich an der ersten Tür nun aus Vorsicht versperrt ist, fühle ich mich durch die Maßnahmen gut geschützt.

Das Fahren selbst ist sehr ruhig und die Fahrgäste halten sich daran, uns nicht anzusprechen und Abstand zu wahren. Neulich hatte ich auf der Linie 100 einen einzigen Fahrgast – vom Ostbahnhof bis zum Hauptbahnhof! Da steigen sonst Hunderte ein und aus.

Ich bin ganz froh, dass ich arbeiten kann und melde mich für viele Dienste: Daheim würde mir die Decke auf den Kopf fallen. Man kann nichts mehr machen – sich nicht mehr mit Freunden treffen, keinen gemeinsamen Sport oder am Abend mal feiern, das fehlt mir schon.

In letzter Zeit telefoniere ich viel, wir machen auch Spieleabende per Videotelefonat. Das ist zwar etwas ungewohnt, aber so bleiben wir wenigstens in Kontakt.

Lesen Sie hier: Mein neuer Corona-Alltag - Ich bin beweglicher geworden

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