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Bub (13) tot in Münchner Hotelzimmer entdeckt: Mutter unter Tatverdacht

Schrecklicher Fund in München. In einem Hotelzimmer nahe dem Hauptbahnhof wird eine Kinderleiche entdeckt. Die Polizei geht von einem Tötungsdelikt aus.
André Wagner, Ralph Hub, Hüseyin Ince |
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Im Hotel Eden Wolff am Münchner Hauptbahnhof wurde in einem Zimmer die Leiche eines Kindes entdeckt. (Archivbild)
Im Hotel Eden Wolff am Münchner Hauptbahnhof wurde in einem Zimmer die Leiche eines Kindes entdeckt. (Archivbild) © Hüseyin Ince

Update, 5.11., 11.56 Uhr:  Die Polizei nannte am Donnerstag weitere Details zum toten 13-jährigen ukrainischen Buben im Eden Hotel Wolff. So soll sich die Großmutter des toten Buben Sorgen um ihre Familienangehörigen gemacht haben. Sie rief die Hotelrezeption an und bat darum, nach dem Buben und seiner Mutter zu sehen.

Dabei entdeckte ein Hotelangestellter den leblosen 13-Jährigen im Hotelzimmer und verständigte den Notruf. Der alarmierte Notarzt konnte nur noch den Tod des Kindes feststellen. Die 37-jährige Mutter, die sich ebenfalls in dem Zimmer befand, wurde aufgrund ihres schlechten Gesundheitszustandes in ein Krankenhaus gebracht, Lebensgefahr besteht laut Polizei im Moment nicht.

Die Frau und ihr Sohn leben in Rheinland-Pfalz, befanden sich allerdings bereits seit Ende September in München.

Mutter steht unter dem Verdacht, ihren Sohn getötet zu haben

Im Hotelzimmer wurde eine umfangreiche Spurensicherung durchgeführt und verschiedene Gegenstände sichergestellt. Am Mittwochnachmittag wurde der 13-Jährige obduziert, eine eindeutige Todesursache konnte bislang nicht festgestellt werden.

Die Mutter wird, ersten Ermittlungen zufolge, verdächtigt, ihren Sohn getötet zu haben. Derzeit wird geprüft, ob gegen die 37-Jährige ein Haft- oder Unterbringungsbefehl beantragt wird.

Ursprungsmeldung vom 4.11.: Entsetzliche Entdeckung in einem Münchner Hotel am Hauptbahnhof. Am Mittwochmorgen gegen 9.40 Uhr fand ein Angestellter des Eden Hotel Wolff in der Arnulfstraße in einem Zimmer die Leiche eines 13-jährigen Buben. Die Polizei geht von einem Tötungsdelikt aus.

Toter Bub in Hotelzimmer: Polizei geht von Tötungsdelikt aus

Neben dem toten Kind lag die schwer verletzte Mutter (37), sie wurde zur stationären Behandlung in ein Krankenhaus gebracht. Bei ihr handelt es sich um eine Ukrainerin mit festem Wohnsitz in Deutschland, allerdings nicht in München.

Zur Art ihrer Verletzung macht die Polizei derzeit noch keine Angaben. Nach AZ-Informationen könnte es sich um einen erweiterten Suizidversuch gehandelt haben. Das Tatmotiv ist momentan noch unklar. Der Leichnam des 13-Jährigen wird am Mittwoch in der Rechtsmedizin obduziert. Von einem Vater beziehungsweise Ehemann ist der Polizei nichts bekannt.

Die Mordkommission hat die Ermittlungen aufgenommen. Aufnahmen der Überwachungskameras des Hotels wurden von der Polizei ausgewertet.
 
Der Hotelangestellte, der die beiden gefunden hatte, wurde von Mitarbeitern des Kriseninterventionsdienstes (KID) betreut.


Anmerkung der Redaktion: In der Regel berichtet die AZ nicht über Selbsttötungen – es sei denn, die Tat erfährt durch die Umstände besondere Aufmerksamkeit. Suizidgedanken sind häufig eine Folge psychischer Erkrankungen. Letztere können mit professioneller Hilfe gelindert und geheilt werden. Wer Hilfe sucht, auch als Angehöriger, findet sie bei der Telefonseelsorge: 0800–111 0 111 und 0800–111 0 222. Die Berater sind rund um die Uhr erreichbar, jeder Anruf ist kostenlos.

In einer ersten Meldung hieß es, das Kind sei zwölf Jahre alt. Die Altersangabe wurde nun nach weiteren Informationen der Polizei korrigiert.

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