Brandanschlag in München: Führt die Spur nach Moskau?
Der Brandanschlag in der Nähe zweier Rüstungskonzerne in München Anfang September könnte auf den russischen Militärgeheimdienst GRU zurückgehen. Eine Sprecherin der ermittelnden Generalstaatsanwaltschaft in München wollte die Information auf AZ-Anfrage unter Verweis auf die noch laufenden Ermittlungen am Freitag nicht bestätigen.
Brandanschlag auf Münchner Rüstungskonzern – steckt Russland dahinter?
Unbekannte hatten in der Nacht auf den 3. September 2026 in Berg am Laim aus einem fahrenden Auto heraus Brandsätze auf eine Baustelle geworfen, die in der Nähe der Zentralen des Technologiekonzerns Rohde & Schwarz sowie des Rüstungsunternehmens Helsing liegt. Helsing beliefert die ukrainischen Streitkräfte mit Drohnen. Nur ein Brandsatz zündete. Der zweite wurde entschärft und sichergestellt. Bei dem Anschlag in München entstand kaum Sachschaden.
Zwei Verdächtige in der Nähe des Tatorts festgenommen
Ein Mann und eine Frau aus Bulgarien wurden noch in der Tatnacht von der Polizei festgenommen. Beide sitzen wegen Tatverdachts in U-Haft. Sie sollen zu einem Team des russischen Geheimdienstes GRU gehören, das von der Slowakei aus operierte, wie die F.A.Z. erfahren haben will. Sollte sich der Verdacht bestätigen, wäre dies – nach dem gescheiterten Drohnenangriff auf den Flughafen Leipzig am 4. August – der zweite Anschlag in Deutschland binnen eines Monats, hinter dem die Sicherheitsbehörden Russland als Urheber sehen.
