Brandanschlag von 1970 mit sieben Todesopfern: Toter Neonazi im Visier

Am 13. Februar 1970 wurden in der Reichenbachstraße sieben Menschen ermordet. Die Tat ein Werk von arabischen Terroristen, Links- oder Rechtsextremen? Bis heute weiß niemand, wer für den Brandanschlag auf das jüdische Altersheim verantwortlich ist, in dem viele Holocaustüberlebende lebten.
Brandanschlag auf jüdisches Altersheim 1970: Neue heiße Spur
Doch nach "Spiegel"-Informationen gibt es eine neue, heiße Spur. Eine Frau hatte Anfang des vergangenen Jahres den Ermittlern einen Hinweis auf einen Tatverdächtigen gegeben. Demnach soll ein inzwischen verstorbener Krimineller und Neonazi in Verdacht geraten sein.

Andreas Franck, der Antisemitismusbeauftragte der bayerischen Justiz, leitete ein Prüfverfahren ein. Diese Prüfung scheint den Verdacht erhärtet zu haben. Die Generalstaatsanwaltschaft habe im Frühjahr 2025 ein neues Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts des siebenfachen Mordes eingeleitet.
Ermittlungen dauern an: Behörden haben toten Neonazi im Visier
Wie der "Spiegel" berichtete, soll es sich bei dem Verdächtigen um einen der Männer handeln, die im Jahr 1971 die spätgotische Madonna aus der Schlosskapelle der Blutenburg stahlen.

Sebastian Murer, Pressesprecher der Generalstaatsanwaltschaft, erklärt auf AZ-Nachfrage, dass die Ermittlungen im Fall des Anschlags auf das Altersheim derzeit noch andauern. Murer: "Bis wann mit einem Ermittlungsabschluss zu rechnen ist, kann derzeit noch nicht belastbar prognostiziert werden." Derzeit werden keine weitergehenden Auskünfte erteilt.