Böllerverbot 2025 in München: Diese Zonen sind an Silvester tabu

Zu Silvester herrscht in München ein Böllerverbot innerhalb des Mittleren Rings, zum großen Teil ganztags. Die AZ zeigt Ihnen, was das bedeutet und wo die Verbotszonen liegen.
Hüseyin Ince,
André Wagner |
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Nicht überall darf in der Silvesternacht in München Feuerwerk gezündet werden.
Nicht überall darf in der Silvesternacht in München Feuerwerk gezündet werden. © Lennart Preiss/dpa

München - Der Schutz von Mensch, Tier und Umwelt sei vorrangig, argumentiert die Stadt heuer wieder. Daher gelte es, auch zum Jahreswechsel 2025/26 erneut das Böllern innerhalb Münchens zu verbieten. Das dürfte so manchem Feuerwehr- und Polizeieinsatz in der Silvesternacht zuvorkommen. Neu ist das Feuerwerkverbot am Tierpark Hellabrunn.

In München gibt es zwei verschiedene Verbotszeiten. Im Stadtkern ist das Verbot von 31. Dezember 2025, 21 Uhr, bis Donnerstagmorgen, 1. Januar 2026, 2 Uhr gültig. Digitale Infoscreens im Nahverkehr und Schilder mit Piktogrammen sollen auf die Verbotszonen hinweisen. Keine Raketen, keine Böller.

Böllerverbot: Geltende Bereiche des Feuerwerksverbots in München

In den folgenden Straßen und Plätzen gilt das Feuerwerksverbot zu Silvester:

  • Marienplatz: Vom Marienplatz bis einschließlich Marienplatz Nr. 15 (Ostseite) und Viktualienmarkt Hausnummer 2, begrenzt durch die anliegenden Gebäude.
  • Rindermarkt: Vom Marienplatz bis zur Hausnummer 5, begrenzt durch die anliegenden Gebäude.
  • Rosenstraße: Bis zur Ecke Fürstenfelder Straße und Rindermarkt, begrenzt durch die anliegenden Gebäude.
  • Kaufingerstraße und Neuhauser Straße: Bis einschließlich Karlsplatz (Stachus), einschließlich angrenzender Stichstraßen.
  • Karlsplatz (Stachus): Westlich bis einschließlich des Gehwegs der Sonnenstraße.
  • Weinstraße: Bis zur Ecke Maffeistraße und Schrammerstraße, einschließlich angrenzender Stichstraßen.
  • Dienerstraße: Bis zur Ecke Hofgraben und Schrammerstraße, begrenzt durch die anliegenden Gebäude.
  • Tierpark Hellabrunn: Hier erfahren Sie mehr zur Verbotszone rund um den Tierpark.
Zu Silvester darf man in der Altstadt weder Böllern, noch Raketen abschießen. Sonst drohen Bußgelder.
Zu Silvester darf man in der Altstadt weder Böllern, noch Raketen abschießen. Sonst drohen Bußgelder. © googlemaps/anf

Feuerwerk an Silvester: Was ist in der Verbotszone erlaubt und was nicht?

Mitführen, Abbrennen und Abschießen von pyrotechnischen Gegenständen der Kategorien F2 und höher ist untersagt. Ausnahme: Wunderkerzen, Knallerbsen und andere Gegenstände der Kategorie F1 sind weiterhin erlaubt.

Anwohner dürfen Pyrotechnik in ihre Wohnungen transportieren oder von dort in Bereiche außerhalb der Verbotszone bringen.

Generelles Böllerverbot in München nicht möglich, Bußgelder bis zu 50.000 Euro

Innerhalb des Mittleren Rings gilt am letzten Tag des Jahres und am ersten Tag des neuen Jahres ein absolutes Böllerverbot. Anders gesagt: Erlaubt ist alles, was nicht knallt, wie etwa Feuerwerksfontänen oder natürlich auch ausschließlich abbrennendes Feuerwerk wie Raketen.

Anzeige für den Anbieter Google Maps über den Consent-Anbieter verweigert

Das gilt allerdings nicht für den Viktualienmarkt. Da der Markt verwinkelt und eng ist, würden verirrte Raketen an den Ständen große Brandschäden anrichten. Daher sind diese am Viktualienmarkt auch verboten.

Ein generelles stadtweites Verbot ist aus rechtlichen Gründen nicht möglich. Wer sich nicht an die Verbote hält, müsse mit Bußgeldern rechnen, heißt es in der Allgemeinverfügung der Stadt, bis zu einer Höhe von 50.000 Euro. Es gelte schließlich, die Menschenmengen zu schützen, die sich traditionell an Silvester am Marienplatz und dessen Umgebung versammeln.

Totales Feuerwerksverbot in den farbigen Zonen zum Jahreswechsel. Auch in der Umweltzone darf es nicht knallen.
Totales Feuerwerksverbot in den farbigen Zonen zum Jahreswechsel. Auch in der Umweltzone darf es nicht knallen. © Google Maps/anf

Die Leiterin Kreisverwaltungsreferats (KVR) Hanna Sammüller-Gradl (Grüne) sah sich bereits 2023 mit der Allgemeinverfügung zum Böllerverbot mit guten Argumenten im Recht. In der Vergangenheit sei es schließlich sehr oft zu gefährlichen Situationen mit der Böllerei gekommen. Das Böller- und Raketenverbot zum Jahreswechsel sei gemeinsam mit der Polizei erarbeitet worden. Sie wollen allen Münchnern, die den Jahreswechsel feiern, "ein sicheres Gefühl vermitteln".

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Auch wenn es erlaubt ist: An diesen Orten sollte man auf Feuerwerk und Böller verzichten

An einigen beliebten Orten in München herrscht zwar kein Böllerverbot, dennoch wird darum gebeten, dort auf Knallerei und Feuerwerk zu verzichten.

  • Englischer Garten: Die Bayerische Schlösserverwaltung bittet darum, auf das Abbrennen von Pyrotechnik zu verzichten – insbesondere am Chinesischen Turm und Japanischen Teehaus – aufgrund erhöhter Brandgefahr.
  • Residenz und Nymphenburger Schlosspark: Diese Bereiche sind an Silvester nicht zugänglich.

Generell ist in der Nähe von Krankenhäusern, Kinder- und Altenheimen, Kirchen oder brandempfindlichen Gebäuden wie etwa Fachwerkhäusern das Anzünden von Pyrotechnik bundesweit verboten.  

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  • Dugi am 01.01.2026 10:18 Uhr / Bewertung:

    So meine persönliche(!!!) Silvesterbilanz, damit das Thema dann wieder in der Mottenkiste bis zum 31.12.2026 bleiben kann:
    Um 1 Uhr die letzen Böller. Selbst mir bekannte Ukrainer haben fleißig mitgeböllert. Mehrere(!!!) Hundebesitzer mit Hund (!!!) draußen (bissl abseits aber dabei). Keines von den Tieren wirkte panisch oder lief weg.
    Am Neujahrstag: Alle wildlebenden Tiere, die wir hier so sehen, sind da, leben noch und sind genauso zutraulich wie sonst auch. Einen Silvesterschock haben die nicht.

    Was bleibt von den Argumenten der Verbotsbefürworter: Bissl Müll und vielleicht ein bissl mehr Feinstaub für einen Tag. In keinster Weise rechtfertigt dies ein bundesweites Verbot. Auch die Verletzten nicht, wenn die so dumm sind und illegales oder sogar Profi-Feuerwerk abbrennen. Deppen gibt es zu jeder Jahreszeit.

    Bei uns insgesamt sehr schön, tolle Feuerwerke gesehen. Leider sehr kalt. Die Menschen waren fröhlich, freundlich und bedacht. Weder Brände, noch Polizei oder Verletzte.

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  • Dugi am 31.12.2025 17:02 Uhr / Bewertung:

    Diese Rufe nach einem bundesweiten Verbot von Böllern und Feuerwerk sind völlig überzogen. Die angeführten Argumente überzeugen nicht.
    Dazu kommt, bei uns ist es dermaßen ruhig. Am 29 habe ich den Tag über 1 Böller gehört. Heute am 31. bis 17 Uhr vielleicht 5, keiner davon war wirklich laut.
    Ich erinnere mich, letztes Jahr war die Knallerei am 01. um ca. 0.45 Uhr schon wieder vorbei.

    Die Leute hier gehen damit sehr mit Bedacht um. Und die Leute mit Hunden waren heut schon mehrmals Gassi gehen. Es gibt also überhaupt kein Problem. Hier bei uns ist es weder laut noch gefährlich. Da ist bei jedem Konzert im Olympiastadion (wo es Pyro geben kann) lauter.
    Von den Verbotsbefürwortern wird ja auch inzwischen so ungefähr alles als Argument an den Haaren herbeigezogen. Selbst vermeintlich kriegstraumatisierte Ukrainer müssen schon dafür herhalten....
    Daran merkt man dann schon, dass es eigentlich an wirklich überzeugenden Argumenten fehlt und das mehr von Aktivisten und Lobbygruppen kommt.

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  • Lindwurm2019 am 31.12.2024 14:20 Uhr / Bewertung:

    Wir haben schon seit Jahren kein Feuerwerk mehr gekauft, dafür geben unsere Nachbarn große Summen dafür aus. Wir schauen von unserem Balkon gratis zu.

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