Bluttat am ZOB: Mann sticht mehrmals auf 55-Jährigen ein
Am Zentralen Omnibusbahnhof (ZOB) in der Arnulfstraße hat sich am Donnerstagabend eine blutige Gewalttat ereignet, bei der ein Unbekannter mit einem spitzen Gegenstand auf einen 55-jährigen Polen eingestochen hat.
Wie die Polizei berichtet, kam es gegen 22.05 Uhr im Bereich des Busparkplatzes zu einer Auseinandersetzung zwischen dem 55-Jährigen mit Wohnsitz in Niedersachsen und zwei weiteren, bis dahin unbekannten Personen.
Streit eskaliert: Auf 55-Jährigen wird mehrmals eingestochen
Diese verlief zunächst nur verbal ab, im weiteren Verlauf schlug dann einer der beiden Unbekannten dem 55-Jährigen ins Gesicht. Ein unbeteiligter Zeuge wurde darauf aufmerksam und wählte den Notruf.
Kurz darauf konnte der Zeuge beobachten, wie ein zweiter unbekannter Mann mehrmals mit einem spitzen Gegenstand, laut Polizei soll es sich dabei um ein angespitztes Holzstück gehandelt haben, auf den 55-Jährigen im Kopf- und Halsbereich einstach. Das Opfer erlitt dabei mehrere Verletzungen und musste vom Rettungsdienst zur weiteren Behandlung ins Krankenhaus gebracht werden.
Polizei kann einen der beiden Tatverdächtigen festnehmen
Im Rahmen der unmittelbar eingeleiteten Nahbereichsfahndung konnte die Polizei einen der zwei Tatverdächtigen, einen 21-Jährigen mit polnischer Staatsangehörigkeit und Wohnsitz in Polen, vorläufig festnehmen. Es soll sich dabei um den Mann handeln, der auf den 55-Jährigen eingestochen hat. Nach Beendigung der polizeilichen Maßnahmen wurde der 21-Jährige in die Haftanstalt des Polizeipräsidiums München überstellt.
Nach dem zweiten Täter, der dem 55-Jährigen zunächst ins Gesicht geschlagen hatte, wird weiterhin gefahndet.
Die Polizei beschreibt ihn wie folgt:
Männlich, ca. 35 Jahre alt, ca. 177 cm groß, 85 kg schwer, schmale Gesichtsform, leichter
Bartansatz, osteuropäisches Erscheinungsbild. Bekleidung: dunkle, jedoch nicht weiter
bekannte langärmlige Kleidung. Er führte ein schwarzes Messer mit einer 10 bis 15 cm langen
Klinge mit sich.
Zeugenaufruf: Wer hat im angegebenen Zeitraum im Bereich der Arnulfstraße, Grasserstraße,
Hackerbrücke und Bernhard-Wicki-Straße (Ludwigsvorstadt) Wahrnehmungen gemacht,
die im Zusammenhang mit diesem Vorfall stehen könnten?
Personen, die sachdienliche Hinweise geben können, werden gebeten, sich mit dem
Polizeipräsidium München, Kommissariat 24, Tel. 089 2910-0, oder jeder anderen
Polizeidienststelle in Verbindung zu setzen.
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