Blutspende in München: Termine sind ausgebucht

In München gibt es bis Juni keine Blutspenden mehr. Das Bayerische Rote Kreuz spricht von einer "beeindruckenden Welle der Solidarität".
| Emily Engels
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Der Blutspendedienst ist höchst erfreut über die Solidarität der Münchner: Besonders viele Menschen geben aktuell ihr Blut.
Andreas Gebert/dpa Der Blutspendedienst ist höchst erfreut über die Solidarität der Münchner: Besonders viele Menschen geben aktuell ihr Blut.

In München gibt es bis Juni keine Termine zum Blutspenden mehr. Das Bayerische Rote Kreuz spricht von einer "beeindruckenden Welle der Solidarität".

München - Wer geht in Zeiten von Corona noch Blutspenden? Überwältigend viele Münchner! Denn wer aktuell auf der Seite des Blutspendedienstes (BSD) des Bayerischen Roten Kreuzes versucht, einen Termin in München zu bekommen, wird schnell feststellen: Die Termine in der Stadt sind bis Juni restlos ausgebucht!

Blutspende aktuell nur beschränkt möglich

"Wir erleben derzeit tatsächlich eine beeindruckende Welle der Solidarität", sagt Patric Nohe, Pressesprecher des BSD der AZ auf Anfrage. Nach den Aufrufen des BSD, auch in Corona-Zeiten unbedingt Blut spenden zu gehen, habe es vergangene Woche einen "sehr großen Andrang" gegeben. Nohe sagt: "Ein sehr erfreulicher Trend."

Dass die Termine alle belegt sind, hat noch einen anderen Grund: Denn momentan werden in München-Stadt nur noch Termine im BSD-Institut in der Herzog-Heinrich-Straße vergeben.

Der BSD-Sprecher erklärt: "Viele Schulen und Gemeindehäuser, in denen die Spenden sonst stattfinden, haben geschlossen." Trotz des riesigen Engagements, das der BSD aktuell erfährt, sei es umso wichtiger, dass die Menschen auch nach der Corona-Krise genauso fleißig spenden gehen, erklärt Nohe. Schon allein, weil die Blutprodukte und -konserven nur begrenzt haltbar sind.

Blutspendedienst braucht Stammspender

Hinzu kommt auch eine langfristige Sorge des BSD: "Im Zuge des demografischen Wandels werden langfristig viele der derzeitigen Stammspender aus Alters- oder medizinischen Gründen wegfallen", vermutet Patric Nohe. Gleichzeitig fallen diese statistisch in die Gruppe derer, die vermehrt Blutprodukte benötigen.

Deshalb hoffen Nohe und seine Kollegen, dass möglichst viele der Erstspender ihre gute Tat wiederholen werden. Er appelliert auch, dass die Menschen, die jetzt spenden wollten und im Institut keinen Termin mehr gefunden haben, immer wieder auf der Internetseite des BSD schauen sollen, wann sich der nächste freie Termin ergibt. Spendewillige, für die es sich anbieten, können gerne auch nach einem Termin im Umland schauen. Nohe: "Dabei ist auch kein Problem, wenn dieser Termin erst im Mai oder Juni stattfindet, da wir permanent auf Spender angewiesen sind."


Alle Termine im Münchner Stadtgebiet und Umland gibt es auf der Website des BSD: www.blutspendedienst.com.

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