Blaualgen-Alarm: In diesem Münchner See ist Baden ab sofort verboten

In dem Münchner Naherholungsgebiet wird ein stark erhöhtes Vorkommen von Cyanobakterien nachgewiesen. Gesundheitliche Beeinträchtigungen sind nicht ausgeschlossen. Das Verbot gilt bis auf Weiteres.
von  AZ
Die Idylle trügt: Das Badeverbot im Deininger Weiher gilt bis auf Weiteres.
Die Idylle trügt: Das Badeverbot im Deininger Weiher gilt bis auf Weiteres. © IMAGO/ecomedia

Das Gesundheitsamt München Land hat die Proben am Montag (3. August) entnommen und unmittelbar entschieden: Am Deininger Weiher gilt ab sofort ein allgemeines Badeverbot. Was dahintersteckt und was zu beachten ist.

Blaualgen im Deininger Weiher: Badeverbot gilt bis auf Weiteres

"In den Wasserproben wurde ein stark erhöhtes Vorkommen von Cyanobakterien, umgangssprachlich Blaualgen, nachgewiesen. Da gesundheitliche Beeinträchtigungen für Badende derzeit nicht ausgeschlossen werden können, gilt das Verbot bis auf Weiteres", heißt es in der Mitteilung.

Auch Hunde und andere Tiere dürfen demnach nicht in dem Moorsee in Großdingharting-Straßlach (Landkreis München) baden oder daraus trinken. Nach Angaben des Gesundheitsamtes können die Cyanobakterien Giftstoffe bilden, "die insbesondere bei der Aufnahme belasteten Wassers gesundheitliche Beschwerden verursachen können".

Schilder weisen auf das Badeverbot hin

Man habe ergänzende Analysen zur Bestimmung der Toxin-Konzentration veranlasst, heißt es weiter: "Die Ergebnisse stehen noch aus."

Um sicherzustellen, dass potenzielle Badegäste die Information über das Badeverbot erreicht, werden am Deininger Weiher gut sichtbar Schilder angebracht. Man werde "engmaschige Nachkontrollen durchführen", teilt das Gesundheitsamt mit und bittet die Badegäste, sich an das Verbot zu halten.

Wasserproben werden auch aus dem Hachinger Bach entnommen

Im Landratsamt München sowie in einigen Landkreisgemeinden gingen auch Hinweise zu einem möglichen vermehrten Vorkommen von Blaualgen im Hachinger Bach ein. Das Landratsamt geht diesen Hinweisen nach.

Das Gesundheitsamt im Landratsamt München weist vorsorglich darauf hin, dass die Bedingungen für eine Massenvermehrung von Blaualgen derzeit sehr günstig seien. Die hohen Temperaturen, der niedrige Wasserstand und die verlangsamte Fließgeschwindigkeit sind Faktoren.

Das rät das Gesundheitsamt München Land

Das Gesundheitsamt empfiehlt, den direkten Kontakt mit dem Bachwasser oder Uferschlamm sowie das Verschlucken des Wassers zu vermeiden und insbesondere auch auf Kinder zu achten.

  • Vorsicht bei Trübung: Verzichten Sie auf das Baden, wenn das Wasser so trüb ist, dass Sie Ihre Füße im knietiefen Wasser nicht mehr sehen können oder wenn Sie auffällige grünliche bzw. rötliche Teppiche auf der Wasseroberfläche entdecken.
  • Verschlucken vermeiden: Achten Sie darauf, kein belastetes Seewasser zu schlucken. Das gilt insbesondere für Kinder.
  • Duschen nach dem Baden: Duschen Sie nach dem Baden gründlich und reinigen Sie Badekleidung.
  • Hinweise beachten: Befolgen Sie immer die örtlichen Warnhinweise und Badeverbote.
  • Falls Beschwerden nach dem Baden auftreten sollten, suchen Sie bitte einen Arzt auf. Mögliche Symptome sind Übelkeit, Erbrechen, Durchfall sowie Reizungen der Haut, Atemwege, Augen und Ohren. 

Informationen zur Badegewässerqualität sowie den mikrobiologischen Untersuchungsergebnissen werden auf der Website des Landkreises München zur Verfügung gestellt unter landkreis-muenchen.de. 

 

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