Nach dem Stromausfall in Berlin: Wie gut ist München vorbereitet?

Mehrere Tage fiel in Berlin der Strom aus. Mutmaßlich hatte es einen Anschlag gegeben. Wie gut ist München auf dieses Szenario vorbereitet? Das will die CSU mit einer Anfrage herausfinden. 
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Und was wenn plötzlich auch in München der Strom ausfällt? Die CSU hat dazu eine Anfrage gestellt.
Und was wenn plötzlich auch in München der Strom ausfällt? Die CSU hat dazu eine Anfrage gestellt. © IMAGO/Ulrich Wagner

Mehrere Tage mussten Tausende Menschen in Berlin ohne Strom, Heizung und ohne Internet auskommen. Mutmaßlich handelte sich um einen Anschlag einer linksextremistischen Gruppe. Die CSU im Rathaus fragt sich nun: Wie gut ist die Münchner Infrastruktur gegen Anschläge gerüstet? Mit drei Anfragen will die CSU das herausfinden.

"Der Anschlag in Berlin macht erneut deutlich, wie akut die Gefahr von Angriffen auf unsere Infrastruktur ist, insbesondere durch linksextremistische Gewalttäter. Leider auch in München", sagt CSU-Stadtrat Fabian Ewald. Auch andere Katastrophenfälle und Schadenslagen seien denkbar. Er fordert: "Die Menschen in unserer Stadt müssen wirkungsvoll geschützt werden. Wir wollen deshalb wissen, wie gut unsere Stadt auf solche Situationen vorbereitet ist und wie sicher unsere Strominfrastruktur ist."

Der Landkreis München hat für diesen Fall sogenannte "Katastrophenschutz-Leuchttürme" geschaffen. Das sind notstromversorgte Gebäude, die Hilfesuchende als Orientierungspunkte und Anlaufstellen bei einem Stromausfall dienen sollen. Doch anders als im Landkreis sei für das Münchner Stadtgebiet bislang unklar, wo sie sich befinden und in welchem Umfang sie tatsächlich einsatzbereit sind, schreibt die CSU. Ewald will deshalb wissen, wie die KAT-Leuchttürme in München organisiert sind.

Nicht unverwundbar: 2021 gab es in München einen großen Stromausfall

Auch München sei bekanntlich nicht unverwundbar, heißt es in der Mitteilung der CSU-Fraktion außerdem: "Im Jahr 2021 gab es hier einen großflächigen Stromausfall nach einem Brandanschlag auf Kabel in einer Baugrube." Die CSU will wissen, ob die Stadtwerke seitdem Maßnahmen ergriffen haben, freiliegende Kabel und gebündelte Leitungen in Baugruben besser zu schützen.

Herausfinden will die CSU mit ihrem dritten Antrag, inwieweit die Münchner Pflegeheime auf einen Stromausfall vorbereitet sind. "Anders als Krankenhäuser unterliegen Pflegeheime bislang keiner einheitlichen gesetzlichen Pflicht zur umfassenden Notstromversorgung", heißt es in der Anfrage. Die CSU hakt deshalb nach, wie viele Pflegeheime über eigene stationäre Notstromaggregate verfügen und für welchen Zeitraum diese eine autarke Stromversorgung sicherstellen können.

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  • Der Münchner vor 16 Minuten / Bewertung:

    Terrorismus ist das kleinere Übel,
    Das sind örtlich begrenzte Ausfälle.
    Ein richtiges Problem kriegen wir wenn das europäische Verbundnetz wegen Überlastung oder Fehlschaltung aussteigt.
    Teile von München könnte sich noch im Inselbetrieb halten, aber nur solange HKW Nord läuft!

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  • JENZZ vor 18 Minuten / Bewertung:

    Die Behörden werden das schon ermitteln, wer der oder die Täter waren. Bis dahin bleiben es Vermutungen, ob es nun von links oder rechts kommt, ob Terroristen oder verwirrte Alkoholiker oder sonst wer beteiligt war. Ansonsten ist die Sicherheit der Energieversorgung natürlich in erster Linie eine Frage der Kosten. Man kann nicht jeden Stromkasten, jede Leitung, jedes Umspannwerk gegen alle Arten von Risiken schützen. Das wäre unbezahlbar. Europa, insbesondere Deutschland verfügen über eine äußerst sichere Infrastruktur, was ja auch die Statistiken aussagen. Die Politik hätte sich auch schon seit vielen Jahren um die Sicherheit von Geldautomaten kümmern können. In diesem Fall lässt man die Banken an der langen Leine und verpflichtete diese eben nicht entsprechende Sicherheitssysteme anzuordnen. Das hätte viele Sprengungen, beschädigte Häuser, verletzte Bewohner und unnütze Verfolgungsfahrten vermieden.

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  • gubr vor 5 Minuten / Bewertung:
    Antwort auf Kommentar von JENZZ

    Sagen Sie mir eine einzige der Brandstiftungen wo die Behörden die Täter ermittelt haben. Für die linken Straftaten gibt es einfach so gut wie kein Personal. Das hat die Politik bis jetzt so durchgesetzt.

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