"Bin so frustriert": Initiator meldet sich nach Farb-Attacke aufs neue Kini-Denkmal

Die Bronzebüste für Ludwig II wurde gerade erst auf der Corneliusbrücke eingeweiht. Gerade einmal eine Woche später ist sie bereits beschmiert. Die AZ sprach darüber mit einem frustrierten Initiator Dietmar Holzapfel.
von  AZ
Dietmar Holzapfel (l.), Denkmal-Initiator und Wirt der "Deutschen Eiche", Markus Söder (CSU), Ministerpräsident von Bayern, Verena Dietl (SPD), dritte Bürgermeisterin der Stadt München, und Jeanne-Marie Ehbauer, Baurefertin der Stadt München, nehmen an der Corneliusbrücke an der Enthüllung des neue Ludwig II.-Denkmals teil.
Dietmar Holzapfel (l.), Denkmal-Initiator und Wirt der "Deutschen Eiche", Markus Söder (CSU), Ministerpräsident von Bayern, Verena Dietl (SPD), dritte Bürgermeisterin der Stadt München, und Jeanne-Marie Ehbauer, Baurefertin der Stadt München, nehmen an der Corneliusbrücke an der Enthüllung des neue Ludwig II.-Denkmals teil. © Sven Hoppe/dpa

"FCK KINI" ist auf dem Sockel des Denkmals für Ludwig II. zu lesen und "1312" – ein Zahlencode der für "All Cops are Bastards" steht. Auch auf den umliegenden Steinen, die zu dem Ensemble dazugehören, finden sich Schmierereien. An dem Denkmal für Bayerns Märchenkönig haben sich gerade einmal eine Woche nach der feierlichen Einweihung am 13. Juni Vandalen zu schaffen gemacht.

"Ich bin so frustriert. Ich habe über zwölf Jahre lang darauf hingearbeitet, dass dieses Denkmal entsteht - und dann sieht es nach einer Woche gleich so aus", sagt Initiator Dietmar Holzapfel der Abendzeitung. 

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Er hatte sich eine Video-Überwachung und Beleuchtung gewünscht, um Vandalismus vorzubeugen. Es ist ist schließlich nicht das erste Mal, dass das Denkmal beschmiert wurde. Noch vor der Fertigstellung wurde der Sockel bereits im April beschmiert. Die AZ berichtete.  Die Überwachung sei im öffentlichen Raum auf der Corneliusbrücke aber abgelehnt worden: "Aus Datenschutzgründen und zum Schutz irgendwelcher Fledermäuse", so Holzapfel. 

Er erwäge, eine Belohnung auszusetzen: "Oder wir lassen es einfach so, um den Menschen zu zeigen, wie krank unsere Gesellschaft heutzutage ist."

So sieht das Kini-Denkmal jetzt aus – nachdem Vandalen sich daran zu schaffen gemacht haben.
So sieht das Kini-Denkmal jetzt aus – nachdem Vandalen sich daran zu schaffen gemacht haben. © André Wagner

Immerhin, der rosafarbene Untersberger Marmor, der am Denkmal wiederverwendet worden ist, wurde besonders imprägniert, um ihn leichter wieder reinigen zu können. Baureferentin Jeanne-Marie Ehbauer hatte bei der feierlichen Eröffnung nur eine Woche zuvor zugesagt, ihr Referat werde für Schutz und Reinhaltung des Denkmals sorgen. 

Finanziert worden ist das Denkmal ausschließlich aus privaten Mitteln, etwa durch Spenden von Wittelsbacher-Chef Franz Herzog von Bayern und 150.000 Euro von Deutsche-Eiche-Wirt Holzapfel. 


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