Bilder: Das wünschen sich Münchner Senioren zu Weihnachten

Den Ort der Kindheit wiedersehen, Walzer tanzen – oder einfach, dass die Tochter mal wieder anruft: Wir haben Senioren, die nicht im Wohlstand leben, nach ihren stillen Weihnachtswünschen gefragt.
| Irene Kleber
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Ludwig Auracher (79): "Eislaufen auf Kunsteisbahn. Eistanzen (Walzer, 1 Runde).
Sigi Müller 7 Ludwig Auracher (79): "Eislaufen auf Kunsteisbahn. Eistanzen (Walzer, 1 Runde).
Franz Koppenstätter (70): "Kinderheim Feldkirchen/München. Ich möchte mein Kinderheim besuchen."
Sigi Müller 7 Franz Koppenstätter (70): "Kinderheim Feldkirchen/München. Ich möchte mein Kinderheim besuchen."
Günter Koksch (79): "Ich wünsche mir, dass meine Tochter sich öfters telefonisch meldet bei mir."
iko 7 Günter Koksch (79): "Ich wünsche mir, dass meine Tochter sich öfters telefonisch meldet bei mir."
H. Bukusa (68): "Ich möchte gerne nach Ungarn. Meine Heimat."
Sigi Müller 7 H. Bukusa (68): "Ich möchte gerne nach Ungarn. Meine Heimat."
Josef Hörmann (79): "Ich habe alles gehabt und erlebt, was ich wollte. Meine Devise war: Es gibt ein Leben vor dem Tod. Ich wünsche mir nichts, als dass ich lebe."
iko 7 Josef Hörmann (79): "Ich habe alles gehabt und erlebt, was ich wollte. Meine Devise war: Es gibt ein Leben vor dem Tod. Ich wünsche mir nichts, als dass ich lebe."
Ute Schmiedl (75): "Ich würde gern übers Meer fliegen."
iko 7 Ute Schmiedl (75): "Ich würde gern übers Meer fliegen."
Waltraud Mensel (80): "Ich wünsche mir, dass ich noch lange so glücklich bleiben kann, wie ich jetzt bin."
iko 7 Waltraud Mensel (80): "Ich wünsche mir, dass ich noch lange so glücklich bleiben kann, wie ich jetzt bin."

München - Seit Anfang Dezember steht ein bemerkenswerter Christbaum im Kaufhof am Rotkreuzplatz. Jemand hat Zettel drangehängt. Kleine Wünsche von betagten und nicht gerade wohlhabenden Münchnern, die in zwei Neuhauser Altenheimen leben.

"Eine Flasche 47/11", steht da etwa zu lesen. Oder: "Schokolade!" Oder "eine Seife, bitte". Wer gerade einkaufen ist, kann einen Zettel abnehmen, das Wunschgeschenk kaufen und an der Kasse abgeben. Die Packerl bringt Seniorenbeirats-Chefin Ingeborg Staudenmeyer hübsch verpackt und mit Namen versehen für Heiligabend als Geschenke ins Heim. Was für eine schöne Idee.

Eine Menge glückliche Gesichter sind jedes Jahr auch im Löwenbräukeller zu sehen, wenn Natalie Schmid mit ihrem Verein "Münchner für Münchner" und der Wirt Christian Schottenhamel Menschen zum Adventsessen laden, die nicht auf der Sonnenseite des Lebens alt werden. Viele haben nur Minirenten, leben allein, sind nicht mehr ganz gesund. Wer ihnen zuhört, entdeckt, mit welcher Freude sie Bekanntschaften schließen, Pläne schmieden, einander von ihrem Leben erzählen, von heimlichen Träumen, stillen (Weihnachts-)Wünschen.

Ein paar von ihnen haben wir gebeten, für die AZ ihre leisen Christkindlwünsche aufzuschreiben. Wie man in der Bilderstrecke sieht – die allermeisten kann man mit Geld nicht kaufen.


"Münchner für Münchner" – Wie Sie Senioren helfen können

Viele Senioren in München leben mit einer kleinen Rente. Immer mehr müssen mit der Grundsicherung aufstocken – die anderen versuchen, allein durchzukommen. Das bedeutet oft: Verzicht nicht nur auf gutes Essen oder neue (warme) Kleidung. Sondern auch auf kleine Alltagsfreuden, Ausflüge, Geselligkeit.

Hier setzt der Verein "Münchner für Münchner" an, den Natalie Schmid (die Frau von Bürgermeister Josef Schmid) gegründet hat. Er unterstützt jedes Jahr 500 Senioren mit Ausflügen, Geld- und Sachleistungen.

Möchten Sie mithelfen?

  • Spendenkonto: Münchner für Münchner e.V.
  • Donner & Reuschel Bank
  • IBAN: DE 19 2003 03 000 22 33 44 555

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