Betrunkener Fahrgast muss 200 Euro Strafe für Nickerchen in Münchner S-Bahn bezahlen

Der Mann aus Brandenburg ist nachts in einer S1 unterwegs. Als die Bahn in der Station Leuchtenbergring endet, will er nicht aussteigen. Die Strafe ist teurer als manches Münchner Hotelzimmer.
Ralph Hub
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Beamte der Bundespolizei nehmen einen Mann fest. (Symbolbild)
Beamte der Bundespolizei nehmen einen Mann fest. (Symbolbild) © Marcus Brandt

Ein 43-Jähriger aus Brandenburg hat am Sonntagmorgen in einer Münchner S-Bahn seinen Rausch ausgeschlafen. Die S1, in der er saß, endete allerdings kurz vor 1 Uhr nachts im Bahnhof Leuchtenbergring.

Als Eisenbahner den Fahrgast weckten und baten, den Zug zu verlassen, wurde der Mann aggressiv. Er weigerte sich, auszusteigen. Stattdessen wollte er weiter in aller Ruhe im Zug seinen Rausch ausschlafen. Auch als Beamte der Bundespolizei eintrafen, beruhigte sich der 43-Jährige nicht. Im Gegenteil: Der Deutsche aus dem Landkreis Oberspreewald-Lausitz pöbelte die Beamten an. "Er widersetzte sich der Mitnahme aus dem Zug und bedrohte die Beamten", sagte ein Sprecher der Bundespolizei.

Fahrgast wehrt sich mit Händen und Füßen

Im weiteren Verlauf leistete der 43-Jährige laut Bundespolizei "wiederholt massiven Widerstand und konnte nur mit Unterstützung einer weiteren Bundespolizeistreife zum Revier im Ostbahnhof transportiert werden". Dort konnten die Beamten schließlich die Identität des Mannes klären. Einen freiwilligen Atemalkoholtest verweigerte der 43-Jährige.

Teurer als eine Nacht im Hotelzimmer

Die Staatsanwaltschaft München I ordnete eine Sicherheitsleistung in Höhe von 200 Euro an. Damit war er mehr Geld los, als man in manchem Münchner Hotel für ein Zimmer für eine Nacht hätte bezahlen müssen. Nachdem er den Betrag bezahlt hatte, durfte der Deutsche die Dienststelle anschließend wieder verlassen. Die Bundespolizei ermittelt gegen ihn wegen des Verdachts des Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte sowie der Beleidigung und der Bedrohung.

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