Bessere Bezahlung von Frauen: Ja, das braucht’s

Die Lokalredakteurin Julia Lenders über mehr Gerechtigkeit bei der Bezahlung von Frau und Mann.
| Julia Lenders
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Männer verdienen bei der Stadt weniger als Frauen – das hat eine Berechnung der Kämmerei ergeben. Nun soll im Rahmen einer fundierteren Studie abgeklärt werden, ob das auch tatsächlich stimmt. Derzeit wird überprüft, wer diese Untersuchung machen könnte – und zu welchem Preis. Braucht’s das?

Sicher ist, dass dieser Befund nur einen kleinen Ausschnitt aus der Arbeitswirklichkeit darstellt. Grundsätzlich sind es immer noch die Frauen, die weniger Geld bekommen. Deshalb will die Stadt sich außerdem von ihren Auftragnehmern zusichern lassen, dass diese ihre Mitarbeiterinnen finanziell nicht benachteiligen. Obwohl eh nicht überprüfbar ist, ob sich die Firmen dran halten. Drum auch hier die Frage: Braucht’s das?

Beide Fragen sind entschieden mit Ja zu beantworten. In Zeiten, in denen diverse Studien – mal unabhängig vom öffentlichen Dienst – immer noch eine reale Lohnlücke von bis zu zwölf Prozent sehen, sind alle Ansätze willkommen, die sich um ausgleichende Gerechtigkeit bemühen.

Immer noch sind klassische Frauenberufe wie Erzieherin oder Pflegerin schlecht bezahlt – trotz ihrer Wichtigkeit. Immer noch fehlen bundesweit viel zu viele Krippenplätze. Im Zweifel bleibt Mama dann doch wieder daheim.

Soll also niemand sagen, es gebe keinen Handlungsbedarf mehr. Wie heißt es so schön? Echte Gleichberechtigung ist erst erreicht, wenn genau so viele weibliche wie männliche Pfeifen in den Chefetagen sitzen.

 

 

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