Eilmeldung

Besonders dreist: Sprayer legen Bahnverkehr bei München lahm

Fahrgäste saßen heute am frühen Abend in Zügen und S-Bahnen vor München-Pasing fest. Schuld war ein Einsatz der Bundespolizei.
von  Florian Kraus
Graffiti, Symbolbild.
Graffiti, Symbolbild. © imago/photothek

Denkt man an Graffiti-Sprayer, so hat man wahrscheinlich eine vermummte Person bei Nacht und Nebel vor Augen. Ein paar besonders forsche Sprühkünstler wollten heute aber nicht bis Anbruch der Dämmerung warten.

Bei Mammendorf (Endhaltestelle S3) vor Pasing wurden heute gegen 17 Uhr Graffiti-Sprayer  im Gleisbett entdeckt – woraufhin die Bundespolizei alarmiert wurde und die Fahndung aufnahm. Der Zugverkehr kam in dieser Zeit völlig zum Erliegen, in beide Richtungen. Hunderte bis tausende Fahrgäste steckten fest. Die Ansagen in betroffenen ICEs ließen erst mal aufhorchen: Bis zu zwei Stunden Verspätung wurden angezeigt. Ein AZ-Reporter saß in einem der betreffenden Züge.

Verzögerung im ICE. Vor Pasing sitzen Fahrgäste fest.
Verzögerung im ICE. Vor Pasing sitzen Fahrgäste fest. © AZ

Zum Glück entpuppte sich das als etwas überzogene Einschätzung. Gegen 18.15 Uhr meldete die Bundespolizei gegenüber der AZ, dass der Verkehr von Fernzügen und S-Bahnen wieder fahre. Die gesichteten Sprayer konnten jedoch nicht gefasst werden und sind erst mal über alle Berge. Die Fahndung läuft. Fahrgäste berichten von Verspätungen ihrer Züge von bis zu anderthalb Stunden.

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