Beleuchtung zu hell? Anwohner fühlen sich vom Hi-Sky gestört

Anwohner rund um den Ostbahnhof fühlen sich vom "Hi-Sky"-Riesenrad gestört: Zu hell sei dessen Beleuchtung. Was Geschäftsführung und Stadt sagen.
| Lukas Schauer
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Das "Hi-Sky"-Riesenrad im Münchner Werksviertel. Einige Anwohner fühlen sich von der Beleuchtung gestört.
imago images/STL Das "Hi-Sky"-Riesenrad im Münchner Werksviertel. Einige Anwohner fühlen sich von der Beleuchtung gestört.

München - Leuchten, Blinken, Blitzen: Das "Hi-Sky"-Riesenrad im Münchner Werksviertel strahlt abends besonders schön. Doch das größte mobile Riesenrad der Welt sorgt für Unmut bei einigen Anwohnern.

Sie fühlen sich durch die Lichtimmissionen gestört, besonders vom Blinklicht. "Morgens wache ich davon auf, abends muss ich mein Wohn- und Schlafzimmerfenster verdunkeln", beschreibt Stefanie F. ihre Situation. Die Münchnerin wohnt im siebten Stock eines Mehrfamilienhauses in der Rottalstraße – mit einem eigentlich tollen Blick über München.

Im Sommer sei das Blinklicht auch gerne bis spät abends angeschaltet, aber auch während der jetzigen Wintermonate störe das Blitzen und Blinken. Auch Anwohner aus Haidhausen haben sich bei der AZ mit ähnlichen Erfahrungen gemeldet.

Hi-Sky-Beleuchtung sorgt für Unmut

Die Geschäftsführerin des Hi-Sky bestätigt, dass sie die Licht-Problematik "bereits seit Eröffnung" begleite. Während der Betriebszeiten würden Lampen am Riesenrad "blinken bzw. rotieren". Allerdings handele es sich dabei um energiesparendes LED-Licht. Im Sommer habe man "das Blinken sogar nach Sonnenuntergang und bis Ende der Betriebszeit um 22.00 Uhr aus Rücksicht auf die Nachbarschaft heruntergefahren". Man brauche das Licht aber "um damit aufmerksam zu machen, dass wir in Betrieb sind".

Ferner werden alle gesetzlichen Vorgaben eingehalten, ein entsprechendes Sachverständigen-Gutachten liege der Stadt vor, so die Hi-Sky-Geschäftsführerin weiter. Man nehme so gut es geht Rücksicht auf die Anwohner.

Anfängliche Beschwerden beim RGU

Das zuständige Referat für Gesundheit und Umwelt (RGU) bestätigt, dass alle Vorgaben eingehalten seien. Allerdings seien schon im März 2019 Anwohnerbeschwerden "über die Beleuchtung des damals im Bau befindlichen Riesenrads" eingegangen. Das RGU habe damals zwischen den Parteien vermittelt. Seitdem sei man nicht mehr kontaktiert worden. Betroffene Anwohner könnten sich aber "gerne an das RGU wenden".

Wie es weiter geht? Ende nächsten Jahres hat sich das Geblinke eh wohl von selbst erledigt: 2021 muss das Riesenrad weichen. Dann sollen an der Stelle die Bauarbeiten für den neuen Konzertsaal im Werksviertel beginnen.

Lesen Sie hier: München fühlt sich sicher – und will grillen dürfen

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