Beim Café Crönlein am Nockherberg: Der alte Brunnen sprudelt wieder

Der Brunnen wurde 1905 vom Architekten August Blössner errichtet, jetzt ist der Affe beim Café Crönlein reaktiviert worden. Und nicht nur Menschen können hier trinken.
| Jasmin Menrad
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Vor einem Jahr hat der umtriebige Giesinger Florian Falterer das ehemalige Toilettenhäusl am Nockherberg als Café eröffnet.
Jasmin Menrad Vor einem Jahr hat der umtriebige Giesinger Florian Falterer das ehemalige Toilettenhäusl am Nockherberg als Café eröffnet.

München - Am Nockherberg plätschert es wieder, genauer gesagt, der Affenkopf aus Muschelkalk plätschert wieder – links neben dem Eingang zum Café Crönlein. Vor einem Jahr hat der umtriebige Giesinger Florian Falterer das ehemalige Toilettenhäusl am Nockherberg als Café eröffnet.

Auf den Stufen zum Kronepark macht sich seitdem im Sommer eine lässige Stimmung breit, wenn die Giesinger Bierchen trinken und Pizzetta essen. Vor einigen Wochen ist das Baureferat an Florian Falterer mit dem Vorschlag herangetreten, den Nischenbrunnen zu reaktivieren.

Brunnen am Nockherberg: "Eine Sache von ein paar Wochen"

"Der Brunnen kann wieder sprudeln, da durch das dort eröffnete Lokal wieder eine Wasserzufuhr vorhanden ist", schreibt das Baureferat – und macht gleich Nägel mit Köpfen. "Das war eine Sache von ein paar Wochen, dann lief der Brunnen", sagt Falterer. So schnell ging es, dass er noch kein Willkommensfest für den Brunnen organisieren konnte. Kommt aber sicher noch an einem schönen Sommersonntag.

Vor einem Jahr hat der umtriebige Giesinger Florian Falterer das ehemalige Toilettenhäusl am Nockherberg als Café eröffnet.
Vor einem Jahr hat der umtriebige Giesinger Florian Falterer das ehemalige Toilettenhäusl am Nockherberg als Café eröffnet. © Jasmin Menrad

Der Brunnen wurde 1905 vom Architekten August Blössner errichtet, der zuletzt Oberbaurat in München war. Nur ein Jahr zuvor war der Nockherberg abgeflacht worden. Bis dahin mussten Fuhrwerke wegen der Steigung zusätzliche Ochsen vorspannen. Durch einen Einschnitt entschärfte man die Steigung und passte ihn auch in der Breite den damals modernen Verkehrsanforderungen an.

Brunnen am Nockherberg: Tierische Erfrischung

Der knapp zwei Hektar große Kronepark, in den man über die Crönlein-Treppen kommt, wurde bereits 1870 von Karl Effner angelegt. Die Stadt hat Mitte der 1950er Jahre das Parkareal von der Familie Krone, jene vom Circus Krone, erworben. 1955 wurde der Park Landschaftsschutzgebiet, was verhinderte, dass dort 200 Wohneinheiten gebaut wurden.

Zum Glück, mag heute sagen, wer am Café Crönlein einen Sommer-Nachmittag verbringt. Das Häuschen, in dem jetzt das Crönlein residiert, war eine öffentliche Bedürfnisanstalt – auch für die Heimkehrenden vom Wirtshaus am Nockherberg. Florian Falterer freut's, dass seine Gäste und die Giesinger jetzt auch Wasser an seinem Café zapfen können.

Das gute Leitungswasser hat er für seine Gäste sowieso immer gekühlt in Bügelflaschen abgefüllt da, natürlich kostenlos. Künftig will er die Flaschen mit Pfand auch ausgeben. Auch die Hunde, die den Berg hoch zum Gassigehen im Kronepark japsen, freuen sich über den reaktivierten Affen: Auf Hundehöhe gibt’s nämlich ein Steinbecken für Tiere.

Lesen Sie hier: Stundenlange IT-Störung bei der Stadt München

 

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