Bayerns Kliniken: Versorgung bald nicht mehr sicherzustellen

Angesichts der vierten Corona-Welle mit stetig steigenden Infiziertenzahlen fürchten Bayerns Kliniken, die Versorgung der Patienten bald nicht mehr gewährleisten zu können. Verschärft wird die Situation durch einen Personalengpass, wie Roland Engehausen, Geschäftsführer der Bayerischen Krankenhausgesellschaft, der Mediengruppe "Münchner Merkur/tz" (Mittwoch) sagte. Ärzte und Pfleger seien "quasi rund um die Uhr im Einsatz".
| AZ/dpa
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Eine Pflegekraft geht auf einer Intensivstation über den Flur.
Eine Pflegekraft geht auf einer Intensivstation über den Flur. © Fabian Strauch/dpa/Symbolbild

München - Für die Patienten bedeute das, dass sie unter Umständen weiter fahren müssten, um eine Klinik zu finden, in der sie behandelt werden könnten. Zudem müssten planbare Eingriffe verschoben werden. "Und da sprechen wir auch über Krebsoperationen, die man schon mal ein paar Tage oder notfalls auch Wochen verschieben kann - aber sicher nicht für Monate", sagte Engehausen. Die Kliniken gelangten an einen Punkt, "an dem das irgendwann nicht mehr verantwortbar ist".

Engehausen fordert Bürokratieabbau in den Krankenhäusern und mehr Rückendeckung seitens der Politik. "Wir befinden uns derzeit in einem Hamsterrad, das sich immer schneller in die falsche Richtung dreht, weil die steigende Belastung in der Pandemie auch noch zu immer mehr Ausfällen und in letzter Zeit sogar zu Kündigungen beim Personal führt", sagte er.

 

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