Bayern-Fan wird auf der A99 von Autos überrollt

Tragischer Unfall an der Allianz Arena. Ein Mann mit FC-Bayern-Schal läuft über die Autobahn. Offenbar will er kurz vor dem Anpfiff eine Abkürzung nehmen.
| Ralph Hub
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In der Münchner Allianz Arena wird 2023 das Champions-League-Finale stattfinden.
imago/osnapix In der Münchner Allianz Arena wird 2023 das Champions-League-Finale stattfinden.

Ein Mann ist auf der A99, nahe des Autobahnkreuzes München-Nord am Mittwochabend von zwei Autos erfasst und tödlich verletzt worden. Ein dramatischer Unfall. Der Tote trug einen Fan-Schal des FC Bayern.

München - Wie die Polizei berichtet, ist am Mittwochabend ein zunächst noch unbekannter Mann auf der A99 am Autobahnkreuz München-Nord bei Fröttmaning über die Autobahn gelaufen. Er wurde von zwei Autos erfasst und tödlich verletzt. Inzwischen ist die Identität geklärt. Bei dem Toten handelt es sich laut Polizei um einen 20-jährigen Touristen aus der Schweiz.

Der Schweizer wollte gegen 20.30 Uhr die Fahrbahnen überqueren. Dabei lief er in der Dunkelheit direkt vor einen BMW. Der 20-Jährige wurde nach Angaben eines Sprechers der Autobahnpolizei Hohenbrunn zuerst seitlich von dem BMW erfasst. Der 45-jährige Fahrer konnte weder ausweichen noch bremsen. Der Fußgänger wurde zu Boden geschleudert.

Kurz nach dem ersten Zusammenstoß erfasste ein nachfolgender 73-Jähriger in einem Mercedes den am Boden liegenden Körper. Zeugen alarmierten Rettungsdienst und Polizei. Doch für den Schweizer kam jede Hilfe zu spät. Er starb noch an der Unfallstelle. Gut möglich, dass es sich bei dem 20-Jährigen um einen Fußball-Fan handelt, der zum DFB-Pokalspiel wollte, und dabei eine verbotene Abkürzung über die A99 nahm. Das Spiel in der nahen Allianz Arena wurde nur eine viertel Stunde nach dem Unfall angepfiffen.

In der Münchner Allianz Arena wird 2023 das Champions-League-Finale stattfinden.
In der Münchner Allianz Arena wird 2023 das Champions-League-Finale stattfinden. © imago/osnapix

Autofahrer, die den Schweizer erfassten, stehen unter Schock

Die Polizei teilte am Donnerstag mit, dass das Opfer inzwischen zweifelsfrei identifiziert sei. Man habe die Familie in der Schweiz erreicht und über den tödlichen Unfall informiert.

Die beiden Autofahrer werden von der Polizei zum Unfallhergang befragt. Sie stehen unter Schock. Bisher ist nicht bekannt, dass die Fahrer zu schnell waren.

Die Staatsanwaltschaft hat einen Sachverständigen beauftragt, der den Unfallhergang rekonstruieren soll. Zudem wurden die beiden Fahrzeuge beschlagnahmt. Sie sollen von der Kriminaltechnik auf Spuren untersucht werden.

Lesen Sie hier: SUV-Fahrer fährt in gesperrte Straße und bleibt stecken

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