Bayerische Landwirtschaft gibt’s jetzt auch im Online-Shop

Wie können auch kleine Betriebe im Internet erfolgreich sein? Ein neues Projekt bietet Starthilfe.
| Anna Rauch
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Andreas Kratzer ist Landwirt und vertreibt seine Produkte im Netz.
Patrizia Anderl Andreas Kratzer ist Landwirt und vertreibt seine Produkte im Netz.

München - Andreas Kratzer ist Landwirt aus Leidenschaft. In dritter Generation führt er seinen Hof in Gablingen in der Nähe von Augsburg.

Spezialisiert hat sich der Landwirt mit den 3.000 Legehennen auf Eier- und Teigwaren. Dinkelnudeln und Eierlikör sind Kratzers Spezialitäten. Bisher gab es die nur im eigenen Hofladen zu kaufen, doch das soll sich ändern, denn Kratzer will mit seinen Produkten ins Internet. "Das ist ein wichtiger Teil der Zukunft des Einzelhandels", glaubt er. Dass der Handel im Internet allerdings kein Selbstläufer ist, weiß Kratzer. Bereits im Jahr 2000 hatte er versucht, Eier über einen Webshop zu vertreiben. Doch lange hielt er das nicht durch: "Man hätte das konsequenter verfolgen müssen", sagt er heute.

So wie Kratzer geht es vielen kleinen Unternehmern: Der Wunsch, das Internet fürs Geschäft zu nutzen, ist groß, doch an der Umsetzung scheitert es oft. Ein Förderprogramm der "Wirtschaftswoche" und Amazon will das ändern.

Kleine Betriebe treffen auf Online-Profis

"Unternehmer der Zukunft", nennt sich das Projekt, bei dem kleine Betriebe mit erfahrenen Online-Händlern zusammengeführt werden. Die Profis stehen den Neulingen sechs Monate zur Seite, geben Tipps und helfen bei Fragen.

Auch Kratzer macht seit Januar bei dem Projekt mit. Seitdem unterstützt ihn sein Coach, der Besitzer einer Feinkostmanufaktur. Gemeinsam haben sie einen Plan entwickelt, wie Kratzer auch im Internet seine Produkte erfolgreich vertreiben kann. Einen ersten Erfolg kann das Duo bereits verbuchen: Seit Kurzem verkauft Kratzer Nudeln und Eierlikör über den Lieferdienst Amazon-Prime-Now in München.

Mehr dazu im Video:

Anzeige für den Anbieter YouTube über den Consent-Anbieter verweigert

Eines hat der 46-Jährige durch das Coaching schon gelernt: "Das nebenher zu machen und zu hoffen, dass jemand bestellt, geht nicht. Man muss das professionell angehen oder gar nicht."

Lesen Sie auch: Münchner Betriebe klagen an: Wir fühlen uns aus der Stadt vertrieben

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