Baumgärtner wirbt in Maxvorstadt für neue Automesse IAA

Die IAA wird 2021 in München dezentral stattfinden - auch in der Maxvorstadt. Das soll Chancen bieten.
| Eva von Steinburg
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Seit März 2019 Referent für Arbeit und Wirtschaft der Stadt München: Clemens Baumgärtner (CSU).
Seit März 2019 Referent für Arbeit und Wirtschaft der Stadt München: Clemens Baumgärtner (CSU). © Lino Mirgeler/dpa

München - Stadt oder Land, Fahrspaß oder Nachhaltigkeit, individuell oder öffentlich - Mobilität wird oft als ein Entweder-Oder dargestellt. Die neue IAA in München will 2021 einen radikalen Schnitt setzen. Die Automesse zieht nach Riem und wandelt sich in eine "globale Mobilitätsplattform". Zwar bleibt die schillernde Auto-Show, sie soll jedoch, so sagen es die Veranstalter, ergänzt werden durch die breite Suche nach guten Lösungen in Zeiten der Verkehrswende (AZ berichtete).

Visionen und Innovationen sollen im öffentlichen Raum vorgestellt und diskutiert werden. Neue Themen auf der IAA sind das E-Bike, auch Lastenräder und E-Scooter, also Verkehrsmittel für die "Mikromobilität". Auch der Verkehr auf der Schiene wird beleuchtet, denn es geht um "intelligente Mobilität".

Baumgärtner rührt Werbetrommel für IAA

"München soll das Automobil der Zukunft bauen", hofft Münchens Wirtschaftsreferent Clemens Baumgärtner (CSU). Bei der Sitzung des BA Maxvorstadt am Dienstag wirbt er leidenschaftlich für die IAA, die vom 7. bis 12. September 2021 in 13 Hallen auf dem Messegelände Riem stattfinden wird - aber auch mit Bühnen und Events in der Altstadt und in der Maxvorstadt.

Die Bühnen dienen als Dialogfläche für das Gebiet der emissionsarmen und emissionsfreien Technologien. Vom Königsplatz über die Brienner Straße bis zum Odeonsplatz soll eine "Bike Lane" führen: Bürger werden hier neue E-Bikes und E-Scooter testen können.

Hinaus zur Messe führt eine Teststrecke, zum Beispiel mit einem autonom fahrenden Shuttle. "Die IAA öffnet sich allen Akteuren, auch dem öffentlichen Nahverkehr. Wir wollen die Mobilität zum Bürger bringen und die neuen Technologien erlebbar und erfahrbar machen", erklärt Martin Koers vom Verband der Automobilindustrie. "Jeder will von A nach B kommen", sagt er salopp. Die neue IAA in München sieht sich (auf sieben Tage abgespeckt) als Impulsgeber für breite Lösungen zur Mobilität.

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Im Bezirksausschuss sorgen sich die Grünen, ob das Viertel nicht nur als Kulisse für die Autovermarktung benutzt wird. Wirtschaftsreferent Clemens Baumgärtner beschwichtigt: Die Maxvorstadt werde zwar mehr belastet als andere Viertel, aber man werde achtsam mit den Flächen umgehen.

Sein stärkstes Argument für die neue IAA in München: "Mit dieser Automobilausstellung verdient die Stadt ihr Geld, denn die Stadt hält eine Beteiligung von 50 Prozent an der Messe", erklärt Clemens Baumgärtner: "Bedenken Sie auch die Arbeitsplätze, die in Hotelerie und Gastronomie gesichert werden."

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