Schwerer Unfall in Fürstenried: Ermittlungen wegen Baugefährdung

Auf einer Großbaustelle in München-Fürstenried stürzt ein 23-jähriger Bauarbeiter mehrere Meter in die Tiefe und wird schwer verletzt. Während Ärzte um mögliche bleibende Schäden bangen, ermittelt die Polizei wegen Verdachts auf Baugefährdung und gravierende Sicherheitsmängel gegen Verantwortliche.
von  Hüseyin Ince
Der gestürzte Mann ist schwer verletzt. Laut Polizei und Ärzten muss er mit bleibenden Schäden rechnen. Lebensgefahr besteht offenbar nicht.
Der gestürzte Mann ist schwer verletzt. Laut Polizei und Ärzten muss er mit bleibenden Schäden rechnen. Lebensgefahr besteht offenbar nicht. © IMAGO/Eibner-Pressefoto/Marcel von Fehrn

Am Mittwochmorgen (17. Juni) um 8 Uhr ist im Münchner Stadtteil Fürstenried West ein Bauarbeiter schwer verunglückt. Der 23 Jahre alte Mann aus dem Landkreis Ebersberg war dort auf einer Großbaustelle der Königswieser Straße beschäftigt.

Der Mann arbeitete gerade in großer Höhe, als er plötzlich abstürzte. Seine Kollegen rannten zu Hilfe. Während die einen ihn erstversorgten, riefen die anderen den Notarzt. Der Rettungsdienst brachte den schwerverletzten Ebersberger in die nächste Klinik.

Polizei ermittelt wegen Baugefährdung

Die Polizei ermittelt nun. Denn nach erstem Anschein erhärtete sich für die Beamten der Verdacht, dass auf der Baustelle Bau- und Sicherheitsmängel bestehen könnten. Der Fokus richtet sich jetzt offenbar auf einen 47-jährigen Verantwortlichen sowie einen 29-jährigen Mann aus Fürstenfeldbruck.

Den Männern wird eine sogenannte Baugefährdung vorgeworfen. Die Beamten leiteten ein Strafverfahren gegen sie ein. Der gestürzte 23-Jährige wird weiter in der Klinik behandelt und ist nicht in Lebensgefahr. Ärzte befürchten laut Polizei offenbar, dass der junge Mann bleibende Schäden davontragen könnte.

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