Bauarbeiter mit Hilti: So legte er München lahm

Ein Arbeiter bohrt mit der Hilti in eine Gasleitung: Die Donnersbergerbrücke droht in die Luft zu fliegen. Die Stammstrecke wird gesperrt - zehntausende Pendler sitzen fest.
| Ralph Hub
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Die Königin der Bohrmaschinen: Mit einer Hilti hat ein Bauarbeiter am Donnerstagmorgen ein Gasleck verursacht und damit die gesamte Stammstrecke lahmgelegt...
Christoph Maier/fotolia 17 Die Königin der Bohrmaschinen: Mit einer Hilti hat ein Bauarbeiter am Donnerstagmorgen ein Gasleck verursacht und damit die gesamte Stammstrecke lahmgelegt...
Wegen der hohen Gaskonzentration in der Luft sei die Donnersbergerbrücke in der Innenstadt für S-Bahnen und Autos gesperrt worden, sagte ein Bahnsprecher. Dadurch kam es zu Problemen auf der gesamten S-Bahn-Stammstrecke in Richtung Westen und dem Mittleren Ring. Das Leck an der Hochdruckgasleitung sei bei Bauarbeiten am Fundament der Brücke entstanden. „Es ist massiv Gas ausgeströmt.“ Viele Berufstätige steckten im Verkehrschaos fest und kamen zu spät zur Arbeit.
AZ/Christoph Maier 17 Wegen der hohen Gaskonzentration in der Luft sei die Donnersbergerbrücke in der Innenstadt für S-Bahnen und Autos gesperrt worden, sagte ein Bahnsprecher. Dadurch kam es zu Problemen auf der gesamten S-Bahn-Stammstrecke in Richtung Westen und dem Mittleren Ring. Das Leck an der Hochdruckgasleitung sei bei Bauarbeiten am Fundament der Brücke entstanden. „Es ist massiv Gas ausgeströmt.“ Viele Berufstätige steckten im Verkehrschaos fest und kamen zu spät zur Arbeit.
Wegen der hohen Gaskonzentration in der Luft sei die Donnersbergerbrücke in der Innenstadt für S-Bahnen und Autos gesperrt worden, sagte ein Bahnsprecher. Dadurch kam es zu Problemen auf der gesamten S-Bahn-Stammstrecke in Richtung Westen und dem Mittleren Ring. Das Leck an der Hochdruckgasleitung sei bei Bauarbeiten am Fundament der Brücke entstanden. „Es ist massiv Gas ausgeströmt.“ Viele Berufstätige steckten im Verkehrschaos fest und kamen zu spät zur Arbeit.
AZ/Christoph Maier 17 Wegen der hohen Gaskonzentration in der Luft sei die Donnersbergerbrücke in der Innenstadt für S-Bahnen und Autos gesperrt worden, sagte ein Bahnsprecher. Dadurch kam es zu Problemen auf der gesamten S-Bahn-Stammstrecke in Richtung Westen und dem Mittleren Ring. Das Leck an der Hochdruckgasleitung sei bei Bauarbeiten am Fundament der Brücke entstanden. „Es ist massiv Gas ausgeströmt.“ Viele Berufstätige steckten im Verkehrschaos fest und kamen zu spät zur Arbeit.
Der Unfall an der Gasleitung spielte sich ca. 50 Meter von der S-Bahn-Strecke ab.
AZ/Hub 17 Der Unfall an der Gasleitung spielte sich ca. 50 Meter von der S-Bahn-Strecke ab.
Dadurch kam es zu Problemen auf der gesamten S-Bahn-Stammstrecke in Richtung Westen und dem Mittleren Ring.
AZ/Hub 17 Dadurch kam es zu Problemen auf der gesamten S-Bahn-Stammstrecke in Richtung Westen und dem Mittleren Ring.
Gas-Alarm an der Donnersberger: Ein Bauerbeiter hatte eine Gasleitung angebohrt. Die Feuerwehr unterstützte die Stadtwerke bei der Abdichtung.
Feuerwehr München 17 Gas-Alarm an der Donnersberger: Ein Bauerbeiter hatte eine Gasleitung angebohrt. Die Feuerwehr unterstützte die Stadtwerke bei der Abdichtung.
Die Münchner Feuerwehr beim Einsatz an der Richelstraße...
Feuerwehr München 17 Die Münchner Feuerwehr beim Einsatz an der Richelstraße...
Die Feuerwehr unterstütze die Abdichtungsarbeiten der Stadtwerke indem sie den Brandschutz sicherstellte und Messungen durchführte.
Feuerwehr München 17 Die Feuerwehr unterstütze die Abdichtungsarbeiten der Stadtwerke indem sie den Brandschutz sicherstellte und Messungen durchführte.
Gas-Messungen der Feuerwehr an der Donnersbergerbrücke.
Feuerwehr München 17 Gas-Messungen der Feuerwehr an der Donnersbergerbrücke.
Ein Gasleck hat am Donnerstagmorgen für Chaos im Münchner Berufsverkehr gesorgt. Seit ca. 9:45 Uhr läuft der Verkehr wieder.
AZ/Hub 17 Ein Gasleck hat am Donnerstagmorgen für Chaos im Münchner Berufsverkehr gesorgt. Seit ca. 9:45 Uhr läuft der Verkehr wieder.
Ein Gasleck hat am Donnerstagmorgen für Chaos im Münchner Berufsverkehr gesorgt. Seit ca. 9:45 Uhr läuft der Verkehr wieder.
AZ/Hub 17 Ein Gasleck hat am Donnerstagmorgen für Chaos im Münchner Berufsverkehr gesorgt. Seit ca. 9:45 Uhr läuft der Verkehr wieder.
Ein Gasleck hat am Donnerstagmorgen für Chaos im Münchner Berufsverkehr gesorgt. Seit ca. 9:45 Uhr läuft der Verkehr wieder.
AZ/Hub 17 Ein Gasleck hat am Donnerstagmorgen für Chaos im Münchner Berufsverkehr gesorgt. Seit ca. 9:45 Uhr läuft der Verkehr wieder.
Wegen des Ausfalls der S-Bahnen stiegen zahlreiche Pendler auf die U-Bahn um, so dass es auch dort zum Chaos mit stark überfüllten Wagen und langen Wartezeiten kam.
AZ/Hub 17 Wegen des Ausfalls der S-Bahnen stiegen zahlreiche Pendler auf die U-Bahn um, so dass es auch dort zum Chaos mit stark überfüllten Wagen und langen Wartezeiten kam.
Zunächst fuhren die S-Bahnen ab ca. 9:15 wieder ohne Halt an der Donnersbergerbrücke, seit 9:45 Uhr verkehren die Bahnen auf der Stammstrecke wieder normal.
AZ/Hub 17 Zunächst fuhren die S-Bahnen ab ca. 9:15 wieder ohne Halt an der Donnersbergerbrücke, seit 9:45 Uhr verkehren die Bahnen auf der Stammstrecke wieder normal.
Viele Berufstätige steckten im Verkehrschaos fest und kamen zu spät zur Arbeit.
AZ/Hub 17 Viele Berufstätige steckten im Verkehrschaos fest und kamen zu spät zur Arbeit.
Das Leck an der Hochdruckgasleitung sei bei Bauarbeiten am Fundament der Brücke entstanden. „Es ist massiv Gas ausgeströmt.“
AZ/Hub 17 Das Leck an der Hochdruckgasleitung sei bei Bauarbeiten am Fundament der Brücke entstanden. „Es ist massiv Gas ausgeströmt.“
Wegen der hohen Gaskonzentration in der Luft sei die Donnersbergerbrücke in der Innenstadt für S-Bahnen und Autos gesperrt worden, sagte ein Bahnsprecher. Dadurch kam es zu Problemen auf der gesamten S-Bahn-Stammstrecke in Richtung Westen und dem Mittleren Ring. Das Leck an der Hochdruckgasleitung sei bei Bauarbeiten am Fundament der Brücke entstanden. „Es ist massiv Gas ausgeströmt.“ Viele Berufstätige steckten im Verkehrschaos fest und kamen zu spät zur Arbeit.
AZ/Christoph Maier 17 Wegen der hohen Gaskonzentration in der Luft sei die Donnersbergerbrücke in der Innenstadt für S-Bahnen und Autos gesperrt worden, sagte ein Bahnsprecher. Dadurch kam es zu Problemen auf der gesamten S-Bahn-Stammstrecke in Richtung Westen und dem Mittleren Ring. Das Leck an der Hochdruckgasleitung sei bei Bauarbeiten am Fundament der Brücke entstanden. „Es ist massiv Gas ausgeströmt.“ Viele Berufstätige steckten im Verkehrschaos fest und kamen zu spät zur Arbeit.

Ein Bauarbeiter bohrt mit der Hilti in eine Gasleitung: Die Donnersbergerbrücke droht in die Luft zu fliegen. Die Stammstrecke wird gesperrt - zehntausende Pendler sitzen fest.

MÜNCHEN - Ein Bauarbeiter mit einem Bohrmeißel hat am Donnerstagmorgen ein grandioses Verkehrschaos in der gesamten Stadt ausgelöst: Mit seiner Hilti demoliert er eine Gashochdruckleitung in einem Stützpfeiler. Die komplette Donnersbergerbrücke droht in die Luft zu fliegen. Die S-Bahn-Stammstrecke und der Mittlere Ring werden gesperrt.

Zehntausende auf dem Weg zur Arbeit sitzen fest, stehen im Stau. Das schicke blaue Businesshemd eines älteren Herren im Anzug zeigt bereits deutliche Schweißflecken. Die junge Studentin neben ihm trinkt gierig aus der Wasserflasche. Gemeinsam drängen sie sich in der Arnulfstraße in eine Tram der Linie 16 in Richtung City. Wer keinen Platz bekommt, muss laufen. Die S-Bahnen fahren seit 8 Uhr nicht mehr. Die Stammstrecke ist komplett gesperrt. Die Linien enden in Pasing bzw. am Ostbahnhof. Auch die Bayerische Oberlandbahn ist betroffen. Die Züge enden bereits weit vor der Stadt in Deisenhofen.

Wer aufs Auto umsteigt, kommt auch nicht schneller vorwärts. Von Unterhaching bis in die City braucht man an diesem Morgen geschlagene 70 Minuten. Alle Einfallstraßen sind dicht, genauso wie der Mittlere Ring. Die Donnersberger Brücke ist ein Nadelöhr – 150.000 Autos passieren sie täglich. Am Donnerstagmorgen zwischen 8 Uhr und 9.45 Uhr: kein einziges. Bei Sanierungsarbeiten an der Brücke hat ein Arbeiter kurz nach 7.30 Uhr im Randpfeiler auf der Ostseite eine 25 Zentimeter dicke Gasleitung angebohrt. „Wohl aus Unachtsamkeit“, erklärt ein Sprecher der Stadtwerke.

Die Baufirma ist über den Verlauf der Hochdruckleitung informiert, verfügt über genaue Netzpläne, so die Stadtwerke. Trotzdem kommt es zu der verhängnisvollen Panne. Mit enormem Druck schießt Erdgas aus der Leitung: 25 Bar! Der Stützpfeiler füllt sich in kürzester Zeit mit einem Gas-Luftgemisch. „Es bestand höchste Explosionsgefahr“, berichtet ein Feuerwehrmann. Ein Spezialteam der Stadtwerke rückt an. Die Leitung wird abgeriegelt. Trotzdem riecht es überall süßlich streng nach Gas. Polizisten riegeln die Donnersberger Brücke ab.

„Mach die Zigarette aus“, blafft ein Beamter einen Teenager an, der gelangweilt an einer Bushaltestelle steht und qualmt. Nur langsam beginnt sich das Gas zu verflüchtigen. Es ist leichter als Luft, deshalb steigt es auf, verteilt sich im gesamten Viertel. Selbst nach 10 Uhr liegt der Geruch noch immer in der Luft. Auf der Stammstrecke läuft der Betrieb wieder an. „Das war wohl die Generalprobe für die Sperrung der Stammstrecke am Wochenende“, witzelt ein Münchner und schwingt sich aufs Radl, kaum dass die Sperrung der Donnersberger Brücke aufgehoben ist.

Lesen Sie hier den AZ-Kommentar zum S-Bahn-Chaos.

 

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