Barrierefreiheit bei der Münchner U-Bahn: Ältere B-Wagen umgerüstet

Wichtiger Schritt in Richtung mehr Barrierefreiheit im öffentlichen Nahverkehr: Münchner U-Bahn-Züge vom Typ B sind jetzt mit Faltrampen ausgerüstet. Gemeinsam mit dem Behindertenbeirat des Facharbeitskreises Mobilität habe man "eine pragmatische Lösung" erarbeitet, teilen die Stadtwerke München (SWM) und die Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG) mit.
SWM und MVG: Alle 53 B-Wagen mit mobilen Faltrampen versehen
Fahrgäste mit Mobilitätseinschränkungen kommen zukünftig besser zurecht. Grundsätzlich verfüge die Münchner U-Bahn über eine ausgereifte, barrierefreie Ausstattung, heißt es weiter: "In Einzelfällen, wenn etwa alte Doppeltriebwagen an Bahnsteigen in Kurvenlage halten, kann ein Spalt zwischen Zug und Bahnsteigkante für Fahrgäste mit Rollstuhl ein größeres Hindernis darstellen. Zur Überbrückung des Spalts wurden alle 53 B-Wagen mit mobilen Faltrampen ausgestattet."
Wer diese Hilfe in Anspruch nehmen möchte, möge in Fahrtrichtung vorne auf Höhe der ersten Tür warten und dem Fahrpersonal bei Einfahrt des Zugs ein Zeichen geben, so SWM/MVG. Damit die Fahrgäste wissen, dass ihr Zug mit einer mobilen Faltrampe ausgestattet ist, existiert ein entsprechender Hinweis an der Frontscheibe. Der Fahrer legt dann die Rampe an der ersten Tür an, und die Fahrgäste können einsteigen.
Ein- und Ausstieg bei neuen U-Bahnzügen, Tram und Bus bereits barrierefrei
Damit das Auslegen der mobilen Faltrampe möglichst störungsfrei verlaufen könne, "sollte die erste Tür für Rollstuhlfahrende freigehalten werden". Das spare Zeit und verhindere unnötige Verspätungen.
SWM und MVG weisen darauf hin, dass das Spaltmaß bei den neueren durchgängigen Gliederzügen (C1 und C2) kleiner ist, weil dort an den unteren Türkanten Gummilippen verbaut sind. Weil die älteren A-Wagen in diesem Jahr ausgemustert werden und dann nicht länger im Einsatz sind, sollen sie, auch nach Rücksprache mit dem Behindertenbeirat, nicht mehr mit Faltrampen ausgestattet werden. Die Trambahnen sind über Hub-Lifte beziehungsweise mobile Faltrampen barrierefrei erreichbar, die Busse über Klapprampen.