Baden, Müll entsorgen, parken: Das wird heuer in München teurer

Heizung, Strom, Abfall, Parkgebühren und der Eintritt ins Schwimmbad - die Preise in München steigen.
| Christina Hertel
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Nicht nur die Heizkosten steigen derzeit - auch der Strom wird teurer. (Symbolbild)
Nicht nur die Heizkosten steigen derzeit - auch der Strom wird teurer. (Symbolbild) © Uli Deck/dpa

München gehört zu den teuersten Großstädten Deutschlands. 2022 wird das Leben in einigen Bereichen noch teurer:

Heizung und Strom: Gaspreise wirken sich aus

Die Energiepreise steigen - auch in München. Ende des Jahres haben die Stadtwerke angekündigt, die Gaspreise massiv zu erhöhen. Ein durchschnittlicher Zwei-Personen-Haushalt zahlt ab diesem Jahr rund 23 Euro mehr im Monat.

Der Grund dafür: Auf dem Weltmarkt hat sich der Gaspreis mehr als vervierfacht. Und weil Gas zudem für die Stromproduktion verwendet wird, flattern bald auch höhere Stromrechnungen ins Haus: Die Stadtwerke haben die Preise so angezogen, dass ein Haushalt, in dem zwei Menschen leben, rund vier Euro mehr im Monat zahlen muss.

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Schwimmen: Hallen- und Freibäder werden teurer

Auch für den Schwimmbadeintritt müssen die Münchner ab diesem Jahr etwas tiefer in die Tasche greifen: Künftig liegt der Eintrittspreis für die Hallenbäder mit einfacher Ausstattung (also Forstenrieder Park, Giesing-Harlaching und Müllersches Volksbad) bei 5 Euro, ermäßigt 3,50 Euro.

Der Eintritt für die Bäder mit besonderen Attraktionen wie das Cosimawellenbad, das Michaelibad, die Olympia-Schwimmhalle, das Nordbad und das Südbad liegt bei 6 Euro (ermäßigt 4 Euro). Im Westbad, wo die Saunalandschaft im Eintritt dabei ist, liegt der neue Preis bei 15 Euro, ermäßigt bei 9 Euro. Das Dante-Winter-Warmfreibad kostet 9 Euro Eintritt (ermäßigt 6 Euro).

Auch im Sommer wird's teurer. Der Preis für die Freibäder steigt auf 5,50 Euro (ermäßigt 3,50 Euro).

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Abfall: Mehr Kosten je nach Tonnengröße und Leerungsrhythmus

Außerdem verlangt die Müllabfuhr seit 1. Januar mehr, unter anderem weil die Personalkosten gestiegen seien. Monatlich werden mindestens 1,32 Euro bei Mehrfamilien- und 2,99 Euro bei Einfamilienhäusern mehr fällig, je nach Tonnengröße und Leerungsrhythmus. Die Städte Stuttgart, Köln, Leipzig, Essen, Düsseldorf, Dortmund und Berlin haben laut der Stadtverwaltung höhere Müllgebühren.

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Parkgebühr: Steigerungen bis zu 90 Prozent

Dass die Stadt die Parkgebühren erhöhen möchte, war bereits bekannt. Nun steht aber fest, um wieviel die Gebühren steigen sollen. Diese Woche kommt das Thema in den Mobilitäts- und Kreisverwaltungsausschuss des Stadtrats. Final wird die Vollversammlung im Februar entscheiden.

  • Blaue Zone (Altstadt und Hauptbahnhof): 2,50 Euro pro Stunde (seit 20 Jahren unverändert).
  • Parklizenzgebiete: Hier wird am kräftigsten erhöht. Derzeit kostet Parken in einem Parklizenzgebiet (wenn man kein Anwohner ist) 1 Euro pro Stunde. Künftig soll dieser Preis um 90 Prozent auf 1,90 Euro pro Stunde steigen. Wer den ganzen Tag in einem Parklizenzgebiet stehen möchte, muss dafür künftig 11 Euro statt 6 Euro bezahlen.
  • Anwohnerparkausweise für private Pkw: Sie kosten bislang 30 Euro. Das wird auch so bleiben, weil Kommunen hier eigenständig keine höheren Gebühren festsetzen können.
  • Handwerker und Handelsvertreter: Bislang kostet ein Parkausweis für Handwerker und Vertreter 265 Euro im Jahr. Diese Gebühren werden kräftig erhöht, auf 720 Euro im Jahr.
  • Anwohnerparken (gewerblich): Wer einen gewerblichen Anwohnerparkausweis möchte, muss ebenfalls künftig 720 Euro pro Jahr bezahlen. Bislang sind es 120 Euro.
  • Parkausweis für Soziale Dienste (z.B. Hebammen): Hier bleiben die Kosten von 30 Euro/Jahr konstant.

Nikolaus Gradl, SPD-Verkehrsexperte im Stadtrat sagt, Parkgebühren zu erhöhen, sei kein Selbstzweck. "Wir wollen daher die Einnahmen aus der Erhöhung für eine Verbesserung des Angebots der MVG nutzen." Zudem ist laut SPD-Fraktion geplant, dass Elektroautos zwei Stunden lang kostenlos parken dürfen.

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