AZ-Kommentar: Wagenplätze? Es bräuchte nicht viel

Das sagt AZ-Lokalchef Felix Müller über die Wagenplatz-Debatte.
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Die Leute von den Wagenplätzen haben bewiesen, dass sie Angebote fürs Viertel machen, Menschen helfen, die wenig haben, findet Felix Müller.
Jasmin Menrad Die Leute von den Wagenplätzen haben bewiesen, dass sie Angebote fürs Viertel machen, Menschen helfen, die wenig haben, findet Felix Müller.

München hat sehr viel mehr Alternativkultur zu bieten, als es Außenstehende vermuten.

Was München ganz sicher viel zu wenig hat, sind alternative Wohnformen. Dabei spricht alles für kleine, neue Genossenschaften, für selbstverwaltete Wohnprojekte – und, ja, auch für den ein oder anderen Wagenpark. In Hamburg, Berlin und Köln, aber auch in Freiburg oder Tübingen ist diese spezielle Wohnform seit Jahrzehnten etabliert.

Vielen Münchnern dürfte gar nicht bewusst sein, dass es auch hier Menschen gibt, die in alten Zirkuswägen leben und auf dem Platz dazwischen eine enge Gemeinschaft pflegen.

Ihnen muss man nicht, wie Alt-OB Christian Ude einst gesagt haben soll, helfen und sie in "richtige" Wohnungen vermitteln. Die Leute wollen so leben. Es braucht nicht viel Geld und auch nicht viel Geduld im Viertel.

Damit Brachflächen für Wagenplätze gefunden werden können, braucht es eine Offenheit in der Verwaltung – und den politischen Willen in Rathaus und Bezirksausschüssen. Der war in der Vergangenheit oft nicht vorhanden. Dabei tun nicht-kommerzielle Initiativen der immer gesichtsloseren Boom-Stadt gut.

Die Leute von den Wagenplätzen haben bewiesen, dass sie Angebote fürs Viertel machen, Menschen helfen, die wenig haben. Sie sind kein Gegner, den man fürchten muss. Sondern ein Gewinn.

Lesen Sie auch: Wagenplätze in München - Kein Platz für alternatives Leben

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