Ausraster in Haar: 33-Jähriger bedroht zwei Frauen

Erst gerät der 33-Jährige in Haar mit seiner Freundin am Bahnsteig in Streit. Dann bedroht er in einer S-Bahn eine ihm völlig unbekannte Frau. Bei der Festnahme durch die Bundespolizei geht die Freundin dann plötzlich auf die Beamten los. 
Ralph Hub
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Hier am Banhnsteig im Bahnhof Haar geriet das Paar in Streit. (Symbolbild)
Hier am Banhnsteig im Bahnhof Haar geriet das Paar in Streit. (Symbolbild) © Bundespolizei

Der 33 Jahre alte Mann aus Syrien geriet nach Angaben der Bundespolizei am Sonntagnachmittag im Bahnhof Haar in einen Streit mit seiner Freundin, der sehr schnell eskalierte. Dabei soll der Mann die 20-Jährige aus Ungarn geschlagen und bedroht haben. Trotz des Vorfalls stieg die Frau mit ihrem Partner in eine S-Bahn der Linie S6 und fuhr mit ihm in Richtung München.

Zeugin in S-Bahn bedroht

Eine 50-jährige Kroatin, die zuvor ebenfalls am Bahnsteig in Haar auf den Zug gewartet und den Streit zwischen dem Paar mitbekommen hatte, wurde in der S-Bahn laut Polizei von dem Syrer bedroht. Die 50-Jährige aus Haar wählte den Notruf. Bis zum Eintreffen der Bundespolizisten wurde der Zug am Bahnhof Leuchtenbergring gestoppt.

Frau geht auf Polizisten los

Die Beamten holten die Beteiligten aus dem Zug. Am Bahnsteig verhielt sich das Paar nach Angaben eines Sprechers der Bundespolizei gegenüber den Streifen zunehmend aggressiv. Die Beamten fesselten beide und nahmen sie mit zur Dienststelle im Ostbahnhof. Dabei leistete die 20-Jährige erheblichen Widerstand, verletzte einen Beamten leicht und beleidigte einen anderen. Der leicht verletzte Beamte blieb dienstfähig.

Drogenschnelltest ist positiv

Ein bei dem Paar durchgeführter Alkoholschnelltest verlief laut Polizei negativ. Ein freiwillig durchgeführter Drogenschnelltest bei dem 33-Jährigen war dagegen positiv. Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wurde der wegen Eigentums- und Betäubungsmitteldelikten polizeibekannte Mann auf freien Fuß gesetzt. Gegen ihn ermittelt die Bundespolizei wegen des Verdachts der Körperverletzung und Bedrohung.

20-Jährige muss vor den Ermittlungsrichter

Die Staatsanwaltschaft München I ordnete für die 20-Jährige eine Blutentnahme sowie die Vorführung beim Haftrichter an. Die Bundespolizei ermittelt gegen die wegen Gewalt- und Eigentumsdelikten polizeibekannte Ungarin wegen des Verdachts des tätlichen Angriffs, Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte, Körperverletzung und Beleidigung.

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