Ausgetrocknetes Bachbett: Isarfischer retten Tausende Fische

Nach dem massenhaften Fischsterben im Hüllgraben bittet die Stadt die Isarfischer um Hilfe. Die Ehrenamtlichen sind stundenlang im Einsatz, um Tausende Fische zu retten, die wohl sonst ebenfalls verendet wären. Der Fischereiverband kritisiert, dass viele Gewässer nicht betreut werden. 
Nina Job
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Ein Isarfischer fischt Fische aus dem Hüllgraben, sie werden umgesetzt.
Ein Isarfischer fischt Fische aus dem Hüllgraben, sie werden umgesetzt. © Nina Job

Die Isarfischer haben verhindert, dass im Hüllgraben bei Daglfing noch mehr Fische in dem teils völlig ausgetrockneten Bachbett verendet sind. Am Dienstag (28. Juli) hatten Anwohner viele tote Fische entdeckt. Ihr Hilferuf erreichte die Stadt. Das Kreisverwaltungsreferat bat daraufhin die Isarfischer um Hilfe.

"Eine kontinuierliche Betreuung unserer Gewässer ist wichtig"

Wie der Verein am Donnerstag mitteilte, seien die ehrenamtlichen Isarfischer noch am selben Tag ausgerückt und hätten während eines achtstündigen Einsatzes Tausende Fische geborgen und in den Grabenkopf des Abfanggrabens umgesetzt.

Klaus Betlejewski, Vorsitzender des Vereins: "Gerettet wurden überwiegend junge Karpfen, Stichlinge und andere Weißfische sowie rund 100 Bachforellen."

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Wenn das Gewässer kontinuierlich betreut worden wäre, hätte man die Entwicklung deutlich früher erkannt, kommentierte Maximilian Voit, Präsident des Fischereiverbands Oberbayern, den Vorfall. "Dann hätten sich vermutlich noch mehr Fische retten lassen." In diesem Jahr habe es schon mehrere "sehr öffentlichkeitswirksame Fischsterben" gegeben.

Auffällig sei, dass es sich dabei überwiegend um Gewässer handelte, die nicht durch einen Fischereiverein betreut werden. Kritische Entwicklungen würden dann häufig nur bemerkt, wenn aufmerksame Bürgerinnen und Bürger Alarm schlagen, "oder wenn bereits erhebliche Schäden eingetreten sind".

Diese Fische hatten Glück: Sie wurden von den Isarfischern gerettet.
Diese Fische hatten Glück: Sie wurden von den Isarfischern gerettet. © Nina Job

Gewässer, die nicht von Vereinen betreut werden, beziehungsweise fischereilich bewirtschaftet werden, sind außer privaten auch Gewässer, die zu Behörden gehören, der Autobahn GmbH oder der Deutschen Bahn. Im Juni 2026 habe es schon ein dramatisches Fischsterben in München gegeben, so der Fischereiverband. In einem Biotop in Allach-Untermenzing sei "fast jede Hilfe zu spät" gekommen.

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9 Kommentare
Bitte beachten Sie, dass die Kommentarfunktion unserer Artikel nur 72 Stunden nach Veröffentlichung zur Verfügung steht.
  • kartoffelsalat am 31.07.2026 07:14 Uhr / Bewertung:

    Für Menschen die es mit Fakten halten kommt die GfdS zum Schluss:

    "So ist der Unterschied zwischen retten und bergen im Bezug auf die Befreiung von Verschütteten in erster Linie der, dass sowohl Tote als auch Lebendige geborgen werden können, allerdings kein bereits Verstorbener gerettet werden kann."

    https://gfds.de/retten-vs-bergen/

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  • Shelly am 30.07.2026 22:47 Uhr / Bewertung:

    Diesen völlig unsinnigenden Kommentar mit Ihren netten Wünschen überseh ich besser mal.

    Daß Sie es mit Bildung nicht so haben, beweisen Sie ja eh jeden Tag.

    Wie begründen Sie, daß ausgerechnet Sie schlauer sind als die "Gesellschaft für deutsche Sprache"?

    Haß macht häßlich, und Sie sind offensichtlich eine sehr häßliche saure Erdfrucht. Die macht sogar jeden guten Kompost kaputt.

    Ich fühle mich durchaus geborgen, weit weg von faulen Erdäpfeln.

    Wer hat Ihnen eigentlich diesen unbehebbaren Schaden zugefügt?

    Gibt es keinen Arzt, der Ihnen helfen kann?

    Fragen über Fragen, die mir wohl niemand beantworten kann.

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  • kartoffelsalat am 31.07.2026 07:07 Uhr / Bewertung:
    Antwort auf Kommentar von Shelly

    Doppelaccount auch noch.
    Meine Güte.

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