Ausgehtipps für den 28. Februar

Ein paar wackere Deutschrömer, ein tönendes Gesamtkunstwerk, eine Hommage an Nicky Hopkins: Lesen Sie hier die Tipps der AZ-Redaktion.
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Von der Renaissance zum tönenden Gesamtkunstwerk: Irina Paladi
az Von der Renaissance zum tönenden Gesamtkunstwerk: Irina Paladi

Drei wackere Deutschrömer im Visier
 

Um mal wieder ehrlich zu sein: Hans von Marées zählte früher zu den Heroen unserer schlimmsten Kunstalbträume. Und wie das so ist, irgendwann entdeckt man, dass der Kerl zwar gewöhnungsbedürftig malt (ein Gebatzel – Schicht auf Schicht!), aber ein interessanter Künstler ist. Gleich gar im Zusammenhang mit seinen deutschrömischen Spezln wie dem Bildhauer Adolf von Hildebrand (den Wittelsbacherbrunnen am Lenbachplatz hat er entworfen). Der vermögende Kunstphilosoph Konrad Fiedler war von Marées jedenfalls ziemlich begeistert. Grund genug, sich dieses besondere Trio vorzunehmen – am besten vor den Originalen im Museum.

Neue Pinakothek, Barerstr. 29,
15 bis 16 Uhr, Führung gratis,
Eintritt: 7, ermäßigt 5 Euro

Lachen und lachen lassen

Man kann auch ohne Fasching lustig sein. Der Poetenstammtisch im Fraunhofer hat’s bewiesen, gönnt sich aber heute eine ganz närrisch besetzte Ausgabe zur Pappnasenzeit. Für den kabarettistischen Teil sind Josef Pretterer, Moses Wolff, Heinrich Zapf und – mit einer Premiere – Felix Gattinger und Michael Hohm zuständig. Für die Partymusik sorgen Markus Schneider, das Wertstofforchester Scrap, Mundwerk und der Gstanzl-Blues-Mann Fritz Liebl.

Theater im Fraunhofer, Fraunhofer Straße 9,
Beginn: 20 Uhr, Eintritt: 6 Euro,
Tel. 26 78 50, www.fraunhofertheater.de

Hommage an Nicky Hopkins

Es braucht nur die ersten Klaviertöne – dann ist klar: John Lennons „Imagine“. Aber wer war der Typ am Piano. Julian Dawson, selber ja kein unbekannter Musiker, hat im letzten Jahr eine verdienstvolle, würdige und einfach überfällige Biografie veröffentlich. Stellvertretend für all die hart arbeitenden Session-Männer, ohne die die Stars nichts wären. „Nicky Hopkins“ heißt sie und im Untertitel ohne Übertreibung: „Eine Rock-Legende“.

Atomic Café, Neuturmstraße 5,
Beginn: 20 Uhr, Eintritt: 10 Euro
Infos unter www.atomic.de

 

Großer Auftrieb für eine Stimme
 

So eine satte Big Band wird doch durch die ideale Stimme noch gekrönt. „Song“ heißt nicht umsonst das Programm des Zurich Jazz Orchestra. 17 Musiker versammeln sich unter der Leitung von Rainer Tempel hinter der Stimme der Luzernerin Isa Wiss. Dabei gibt man sich die ganze Stilvielfalt, die mit einem solchen Klangkörper möglich ist – ohne Berührungsängste vor dem Populären. Das reicht vom klassischen Liedgut über Broadway-Standards bis zu Pop-Klassikern.

Unterfahrt, Einsteinstraße 42,
Beginn: 21 Uhr, Eintritt: 18 Euro, Mitglieder 9 Euro,
Tel. 448 27 94, www.unterfahrt.de

Die ersten Stunden der Oper
 

Die Geburt der Tragödie aus dem Geist der Musik“ – brachte der wortmächtige Nietzsche den Deutschen nahe. Die Musik- und Theaterwissenschaftlerin Irina Paladi untersucht heute „Die Geburt der Oper aus dem Geist der Renaissance“. Die Madrigalkomödien und Liederspiele im Italien der Renaissancezeit sieht sie als Nährboden für die kommende Ausformung der Oper. Dazu gibt es Musikbeispiele – mal aus der Konserve, mal live am Klavier.

Gasteig (Raum 1.108), Rosenheimer Straße 5,
Beginn: 20 Uhr, Eintritt: 8 Euro,
Infos unter www.mvhs.de

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