Aus Rache ein Boot in Schwabing gestohlen

Sie wollten es dem Spezl heimzahlen - und klauten sein Boot. "Es sollte mehr ein Gag sein". Blöd nur, dass das Boot gar nicht dem Bekannten gehörte. Jetzt stehen die beiden Angeklagten wegen schweren Diebstahls vor Gericht.
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Raphael R. und Hermann H. (r.)
Torsten Huber Raphael R. und Hermann H. (r.)

MÜNCHEN - Sie wollten es dem Spezl heimzahlen - und klauten sein Boot. "Es sollte mehr ein Gag sein". Blöd nur, dass das Boot gar nicht dem Bekannten gehörte. Jetzt stehen die beiden Angeklagten wegen schweren Diebstahls vor Gericht.

Nachts fuhren Raphael R. (40) und Hermann H. (47) im weißen Mercedes Vito über die Leopoldstraße, zogen ein zirka sechs Meter langes Riva Holzmotorboot auf einem Hänger hinter sich her. Die Polizei stoppte sie, weil der TÜV des Hängers abgelaufen war.

Nach einem Verwarnungsgeld von 15 Euro durften sie weiterfahren. Was die Polizei nicht wusste: Das Boot war gestohlen. „Aus Rache“, sagte Technik-Berater Raphael R. vor dem Münchner Landgericht. Er glaubte, der Bootsbesitzer, ein Ex-Spezl, habe ihm mal seine Harley Davidson entwendet: „Es sollte mehr ein Gag sein.“ Das Boot, ein Oldtimer mit Zulassung für den Ammersee, gehörte aber gar nicht dem Ex-Spezl. Der sollte es für den Besitzer zum Gardasee bringen, parkte es kurz in Schwabing. Die Polizei fand das Boot (Wert: 60000 Euro) stark beschädigt Wochen später an der Dachauer Straße. Urteil: Raphael R. bekam 16 Monate Gefängnis auf Bewährung. Hermann H., der glaubte, das Boot gehöre Raphael R., bekam Freispruch. th

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