Aus Rache: Autofahrer bremst Roller brutal aus

Nach einem Streit an der roten Ampel fährt ein BMW vor einen Rollerfahrer und bremst den Rentner brutal aus. Der 72-Jährige stürzt, der Roller schlittert quer über die Straße.
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Ein Motorroller (Symbolbild)
dpa Ein Motorroller (Symbolbild)

Nach einem Streit an der roten Ampel fährt ein BMW vor einen Rollerfahrer und bremst den Rentner brutal aus. Der 72-Jährige stürzt, der Roller schlittert quer über die Straße.

München/Schwabing - Vollbremsung aus Rache: Am Sonntag, 27.05.2012, gegen 20.00 Uhr, befuhr ein 72- Jähriger mit seinem Motorroller die Schenkendorfstraße in westlicher Richtung. Der 72-Jährige trug eine Motorradjacke, eine Stoffhose, Halbschuhe und einen Helm mit Visier, ohne Kinnschutz. Er trug keine Handschuhe.

Ein bislang unbekannter männlicher Fahrzeugführer eines dunklen BMW, 3er Reihe, fuhr rechts an dem 72-Jährigen vorbei, wechselte vor ihm auf den linken Fahrstreifen und machte anschließend, als der Fahrstreifenwechsel abgeschlossen war, ohne ersichtlichen Grund eine Vollbremsung.

Der 72-Jährige bremste seine Motorroller ebenfalls stark ab und machte gleichzeitig instinktiv einen Ausweichversuch nach rechts, um einen Zusammenstoß mit dem BMW zu vermeiden. Dabei rutschte das Vorderrad des Rollers weg und stürzte auf die linke Seite um. Danach schlitterte er nach rechts über die gesamte Fahrbahnbreite. Zu einer Berührung mit dem BMW oder anderer Fahrzeuge kam es nicht.

Der unbekannte Fahrzeugführer des BMW entfernte sich anschließend von der Unfallstelle, ohne seine Pflichten als Unfallbeteiligter nachzukommen. Ein unbeteiligter Zeuge versuchte noch den BMW-Fahrer mittels Lichthupe und Hupe auf den Unfall aufmerksam zu machen. Dieser blickte jedoch nur in Rückspiegel und setzte seine Fahrt fort.

Kurz vor dem Unfall hatte der BMW-Fahrer und der 72-jährige Rollerfahrer einen Streit an einer Ampel. Vermutlich hatte der BMW-Fahrer aus Rache den Rollerfahrer ausgebremst. Der 72-Jährige wurde durch den Sturz leicht verletzt (multiple Prellungen und Schürfwunden) und mit dem Rettungsdienst zur ambulanten Behandlung in ein Krankenhaus gebracht.

Am Motorroller entstand ein Schaden von ca. 2.000 Euro. Während der Unfallaufnahme musste ein Fahrstreifen der Schenkendorfstraße für ca. zwei Stunden gesperrt werden. Es kam zu leichten Verkehrsbehinderungen.

Zeugenaufruf: Personen, die sachdienliche Hinweise zum Unfallhergang machen können, werden gebeten, sich mit dem Unfallkommando, Tegernseer Landstraße 210, 81549 München, Tel.: 089/6216-3322, in Verbindung zu setzen.

 

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