Die Streifenkarte kann jetzt mehr: Mit dem MVV in eine der ältesten Städte Bayerns 

Mit dem MVV kommt man jetzt auch bis Mühldorf am Inn, eine der ältesten Städte Bayerns. Warum sich ein Ausflug lohnt.
Eva von Steinburg
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Charmant: die mittelalterliche Altstadt des 18.000-Einwohner-Ortes Mühldorf am Inn. Die Stadt liegt auf halben Weg zwischen München und Passau.
Charmant: die mittelalterliche Altstadt des 18.000-Einwohner-Ortes Mühldorf am Inn. Die Stadt liegt auf halben Weg zwischen München und Passau. © Tourismusverband Inn-Salzach

Haben Sie Mühldorf am Inn schon mal besucht? In die ostbayerische Stadt mit ihrer mittelalterlichen Altstadt und den farbigen Fassaden kommen Sie jetzt auch ganz einfach mit dem MVV. Das lohnt sich. Denn die prächtigen Bürgerhäuser und charmanten Arkadengänge, die für den typischen Inn-Salzach-Baustil stehen, sind eine Schau. Die Stadt ist eine der ältesten in Bayern.

Wie ein Turm in einem alten Ritterfilm

Der trutzige "Nagelschmiedturm" am Stadtplatz, erbaut 1218, ist das älteste Gebäude von Mühldorf am Inn. Er schaut aus wie das Klischee eines Turms in einem alten Ritterfilm. Von oben, 30 Meter über der Stadt, haben Besucher einen großartigen Ausblick über die City. Bei Föhn wird Gästen der Stadt sogar ein Blick von den Chiemgauer Alpen bis zu den Berchtesgadener Alpen geboten.

Der Nagelschmiedeturm am Stadtplatz von Mühldorf ist 1218 erbaut worden.
Der Nagelschmiedeturm am Stadtplatz von Mühldorf ist 1218 erbaut worden. © Tourismusverband Inn-Salzach

Sehenswert: die Turmuhrensammlung

Nur einmal im Monat wird das Turm-Tor hier für Gäste aufgeschlossen. Und just am 3. Januar ist es wieder soweit: Der besondere Stadt-Turm – mit einer Turmuhrensammlung – ist von 14 bis 17 Uhr geöffnet, Eintritt: 1 Euro (Stadtplatz 3).

Mühldorfs Wohlstand liegt am Fluss

Der breite Fluss als Handelsweg ist der Grund für den Wohlstand von Mühldorf, das vor 1100 Jahren zum ersten Mal urkundlich erwähnt wurde. Wer als Gruppe einen Ausflug in die 18.000-Einwohner-Stadt am Inn macht, kann eine persönliche Stadt-Führung buchen, Info: www.inn-salzach.com.

Shoppen: von traditionell bis vegan

Unter den stimmungsvollen Arkadengängen lässt es sich einkaufen und einkehren: von traditionell bis vegan. Sehenswert: ein besonders kurioses Museum, das Jagdmus(s)eum Mühldorf des Privatsammlers Hans Kotter. Der Mann zeigt keine klassische Trophäensammlung oder eine Wand voller Waffen, sondern er nimmt in seinem Anti-Jägermuseum die Jägerszene mit bissigen Karikaturen und skurrilen Objekten humorvoll und kritisch aufs Korn. Hier gibt es nichts, was es nicht gibt: erlegte Wasserhähne, Wolpertinger und erschossene Milka-Kühe (Stadtplatz 82, geöffnet mittwochs von 14 bis 18 Uhr).

Die letzte existierende Innfähre

Nostalgisch: Als historische Brücke zwischen Stadt und Natur gilt die letzte existierende Innfähre mit ihrem Fährmann. Die seilgebundene Fähre "Josef III" aus Lärchenholz benötigt keinen Antrieb. Der Ablegesteg ist an der Innstraße. Im Moment hat der Betrieb Winterruhe, doch ab Karfreitag ist die Attraktion wieder am Wochenende zu nutzen. Eine Überfahrt kostet zwei Euro, Kinderwagen und Fahrrad werden kostenlos mitgenommen. Interessant: Von der Ablegestelle geht ein Wanderweg los, der Naturerlebnisweg Mühldorf-Starkheim, Info: www.naturinnbewegung.de.

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30 Kommentare
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  • Gelegenheitsleserin am 07.01.2026 12:47 Uhr / Bewertung:

    Dass die Streifenkarte für weitere Entfernungen (vor allem, wenn man am selben Tag zurückfährt) meist eine schlechte Lösung ist, dürfte den meisten MVV-Nutzern schon lange bekannt sein.
    Dafür gibt es im MVV doch Tageskarten.
    Je nach Strecke ist vielleicht auch das Regio-Ticket Werdenfels oder das Regio-Ticket Donau-Isar eine sinnvolle Alternative.
    Fein raus sind alle, die ein Deutschlandticket haben. Die müssen gar nicht mehr darüber nachdenken, welche Fahrkarte im MVV wann/wofür sinnvoll ist.

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  • Orion am 06.01.2026 06:19 Uhr / Bewertung:

    Erin Kiefersfelden gibts auch eine Innfähre. Schlechte Recherche.

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  • Der Münchner am 05.01.2026 16:45 Uhr / Bewertung:

    Sind Fahrkartenautomaten und Entwerter schon überall aufgestellt?

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