Aus Klinik entlassen: Betrunkener hat Elektroden noch am Körper

Am vergangenen Wochenende hatte es die Bundespolizei gleich in mehreren Fällen mit stark alkoholisierten Männern zu tun. Einer der Betrunkenen war gerade erst aus dem Krankenhaus entlassen worden.
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Die Polizei hat den betrunkenen Mann am Hauptbahnhof gefunden, er hatte die Elektroden noch am Oberkörper. (Symbolbild)
Bundespolizei Die Polizei hat den betrunkenen Mann am Hauptbahnhof gefunden, er hatte die Elektroden noch am Oberkörper. (Symbolbild)

München - Am Samstagmittag meldeten Reisende der Bundespolizei, dass ein Betrunkener bewegungslos am Hauptbahnhof liegen würde. Als die Beamten gegen 14.15 Uhr vor Ort eintrafen und den 47-Jährigen ansprachen, reagierte dieser allerdings sofort. Der Mann aus dem Landkreis Fürstenfeldbruck hatte noch mehrere Elektroden aus einem Krankenhaus am Oberkörper hängen. Eine Rücksprache mit der Bettenzentrale eines Münchner Klinikums ergab, dass der Mann erst am Vortag aus der Behandlung entlassen worden war. Der 47-Jährige hatte 3,69 Promille – nachdem er ausgenüchtert hatte, konnte er seinen Weg eigenstädig fortsetzen.

Mann mit "rekordverdächtigen" 4,63 Promille

Nicht ganz so gut erging es einem 57-jährigen Mann drei Stunden später in Höllriegelskreuth. An der Endstation angekommen, konnte der S-Bahnfahrer den Betrunkenen nicht aufwecken. Er alarmierte die Bundespolizei, die wiederum den Rettungsdienst rief. Auf der Wache ergab eine Alkoholmessung einen Wert von 4,63 Promille im Atem – für die Bundespolizeiinspektion München ein "rekordverdächtiger" Wert in diesem Jahr. Mitarbeiter des Rettungsdienstes brachten den Mann schließlich in eine Klinik.

Betrunkener Mann stürzt Treppe hinunter

Gegen 19.40 Uhr kam es dann zum nächsten Alkohol-Einsatz für die Bundespolizei. Nach Angaben von Sicherheits-Mitarbeitern der Deutschen Bahn stürzte ein 31-jähriger Mann am Abgang zum Zwischengeschoss im Hauptbahnhof vier bis fünf Stufen einer Treppe hinunter. Auch wenn er sich nicht sichtlich verletzte, war der Mann aus dem Landkreis Garmisch-Partenkirchen nicht mehr in der Lage, eigenständig zu laufen. Ein Alkoholtest ergab einen Wert von 3,94 Promille. Auf dem Weg in die Wache musste er von den Polizisten gestützt werden. Er wurde aufgrund seiner starken Alkoholisierung vom alarmierten Rettungsdienst begutachtet und danach in eine Münchner Klinik gebracht.

Am Sonntag gab es dann einen ähnlichen Fall: Ein 48-jähriger Mann saß am Gleis 11 des Hauptbahnhofs auf einer Wartebank. Er hatte 3,51 Promille und konnte nicht mehr selbständig aufstehen, weswegen die Polizei ihn in Gewahrsam nahm, wo er seinen Rausch ausschlafen konnte.

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