Auf der Linie U3/U6 wird wieder gebaut – was München-Pendler aktuell noch nicht wissen

Die Baustelle bei der U3 und U6 ist wieder da. Was in Phase 2 anders ist, was viele Pendler wohl noch nicht wissen und warum die Busse nun länger brauchen.
Lukas Plaschke |
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Aktuell kein Stopp in der Poccistraße. Nach der Baupause zur Wiesn ist der Halt für die Sanierungsarbeiten wieder gesperrt – ein Pendelzug fährt trotzdem auf der Strecke.
Aktuell kein Stopp in der Poccistraße. Nach der Baupause zur Wiesn ist der Halt für die Sanierungsarbeiten wieder gesperrt – ein Pendelzug fährt trotzdem auf der Strecke. © Ben Sagmeister

Kaum ist die Wiesn vorbei, schon buddeln die Stadtwerke bei der U-Bahn weiter. Fahrgäste der U3 und U6 müssen südlich der Innenstadt wieder umsteigen.  

"Katastrophe" – das sagen die Fahrgäste

Am Montagmittag spricht die AZ mit Rebecca, die am Goetheplatz auf den Ersatzbus wartet und zum Sendlinger Tor fährt. "Jetzt dauert alles wieder länger, Katastrophe." Zum Sendlinger Tor fährt auch Direnc Aydin (50). "Der ÖPNV in München ist sehr gut", sagt Aydin. "Jetzt gibt es halt viel Umbau, aber das ist normal in einer Großstadt."

Zurück an die Oberfläche! Die Baustelle bei der U-Bahn geht weiter. Für Fahrgäste der U3 und U6 heißt das: Umsteigen, längere Fahrzeiten und oft überfüllte Busse. Voll ist auch dieser Ersatzbus, in den Rebecca eingestiegen ist.
Zurück an die Oberfläche! Die Baustelle bei der U-Bahn geht weiter. Für Fahrgäste der U3 und U6 heißt das: Umsteigen, längere Fahrzeiten und oft überfüllte Busse. Voll ist auch dieser Ersatzbus, in den Rebecca eingestiegen ist. © Daniel von Loeper

So läuft die zweite Phase der U-Bahn-Baustelle ab

Die jetzt startende Phase 2 der Baustelle geht bis zum 27. November und läuft anders als die erste. Es verkehren weiterhin Ersatzbusse vom Sendlinger Tor und Hauptbahnhof zur Implerstraße. Zusätzlich gibt es nun alle zehn Minuten einen Pendelzug zwischen Goetheplatz und Implerstraße, der jedoch nicht an der Poccistraße hält. Von der Implerstraße fahren dann die U3 und U6 normal nach Fürstenried und Großhadern. Fahrgäste, die von Norden mit der U6 kommen, können bequem am Goetheplatz umsteigen.

Direnc Aydin wartet am Goetheplatz auf den Ersatzbus.
Direnc Aydin wartet am Goetheplatz auf den Ersatzbus. © Daniel von Loeper

Dies scheint sich noch nicht richtig rumgesprochen zu haben – am Montagmittag bleiben viele Plätze im Pendelzug leer. Die U3 endet schon am Sendlinger Tor. Reisenden dieser Linie rät die MVG daher, am Sendlinger Tor die Ersatzbusse zur Implerstraße zu nehmen. Wie sich am Montag zeigt, sind die oft rappelvoll.

Der Pendelzug hat sich noch nicht richtig rumgesprochen. Die gerade angekommene U6 entlässt nicht allzu viele Fahrgäste zur Pendelbahn.
Der Pendelzug hat sich noch nicht richtig rumgesprochen. Die gerade angekommene U6 entlässt nicht allzu viele Fahrgäste zur Pendelbahn. © Daniel von Loeper

Keine Busspur mehr auf der Lindwurmstraße

Weiteres Problem: Die Busspur auf der Lindwurmstraße ist weg. Die hatte die Stadt während der ersten Baustellenphase eingerichtet, weil der Ersatzverkehr im Stau versunken war. Jetzt ist der breite Radweg auf der Fahrbahn zurück und die Busse müssen die Autospur nehmen. Die CSU-Stadtratsfraktion stellt daher eine Anfrage an die Stadtverwaltung, warum die Busspur nicht zurückkommt. "In der kalten Jahreszeit wird weniger geradelt", sagt Fraktionsvorsitzender Manuel Pretzl. Es sei daher "falsch", den Platz für Busse und Autos zu reduzieren.

Stadt und MVG steuern eventuell nach

Die MVG teilt mit, dass sie gemeinsam mit dem Mobilitätsreferat die Situation beobachtet. Verspätungsdaten würden diese Woche "intensiv beobachtet und ausgewertet", um eventuell nachbessern zu können. Ebenfalls weist die MVG darauf hin, dass der Pendelzug noch Kapazitäten habe.

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  • ESC-Gast vor 2 Stunden / Bewertung:

    So weit kommt es noch. Die armen Radler können nicht wie im Sommer das kurze Stück auf dem alten Radweg fahren. Da müssen die Bus-Fahrgäste schon solidarisch warten. Ironie-Modus aus.
    Abgesehen davon, außer den Fahrgästen von/zur Poccistraße muss keiner den Bus nehmen. Hat sich noch nicht rumgesprochen. Zum 1. Advent ist es dann vorbei, aber im April geht's weiter.

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  • gubr vor 3 Stunden / Bewertung:

    Gerade von Süden kommend wird niemand den Bus nehmen und lieber auf den Pendelzug warten. Das Gegurke über das Schlachthofviertel und der anschließende Stau auf der Lindwurm Straße führt oft zu Fahrzeiten über eine halbe Stunde und planen kann man die Zeit und die Anschlüsse gar nicht.
    Schön ist, dass endlich mal die U6 die besseren Anschlüsse bekommen hat. Bisher war immer alles auf die U3 zugeschnitten. Wieder typisch sind die fehlenden und falschen Ansagen. Ich bin gestern aus dem Urlaub zurück und da hieß es, dass der Pendelzug zwischen Sendlinger Tor und Implerstraße verkehrt. Am Sendlinger Tor dann Fehlanzeige. Erst als ich da einen Ordner angesprochen hatte, erfuhr ich dass der eigentlich vom Goetheplatz losfährt.

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