Auf 14 Kilometer langer Strecke: Knapp 400 freiwillige Helfer räumen an der Isar auf

Es war zwar Regen angesagt, das hielt aber rund 350 Mitglieder des Vereins "Die Isarfischer e. V." davon ab, am Samstag entlang der Isar für Ordnung zu sorgen. Beim traditionellen Ramadama wurde auf einer Strecke von rund 14 Kilometern, von der Großhesseloher Brücke in Harlaching bis zum Oberföhringer Wehr, Müll gesammelt.
Tatkräftig unterstützt wurden die Isarfischer dabei von rund 30 Kindern einer Pfadfindergruppe. Alles was den Sommer über beim Feiern oder Grillen am Isarufer liegen geblieben ist oder vergessen wurde, räumten die knapp 400 freiwilligen Helfer in Müllsäcke, die anschließend von der Stadt München entsorgt wurden.

Ramadama an der Isar: Sogar ein neuwertiges Fahrrad wurde gefunden
Zum größten Teil wurden leere Glas- und Plastikflaschen, Kronkorken, Plastiktüten und Zigarettenstummel eingesammelt. Aber auch ein neuwertiges Fahrrad wurde gefunden, dieses wurde der Polizei übergeben.

Das Ramadama hat bei den Isarfischer eine lange Tradition, seit mehr als 60 Jahren organisiert der Verein diese Aufräumaktion. Der Ausspruch "Ramadama" – zu Hochdeutsch "Wir räumen auf" – geht auf das Jahr 1949 zurück. Damals rief Oberbürgermeister Thomas Wimmer die Münchnerinnen und Münchner dazu auf, die Kriegstrümmer in der Stadt zu beseitigen. Neben der Isar organisieren die Isarfischer auch Aufräumaktionen an anderen Gewässern wie z. B. am Seehamer See.