Auch nach zwei Jahren keine Spur vom Täter

Vor zwei Jahren ist der Ingenieur Domenico L. aus Italien an der Isar erstochen worden. Vom Täter fehlt bis heute jede Spur. Doch die Polizei hat noch nicht aufgegeben.
| Ralph Hub
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Der Tatort 2015: Blumen und Kerzen schmücken den Ort, an dem der Ingenieur starb.
Hub Der Tatort 2015: Blumen und Kerzen schmücken den Ort, an dem der Ingenieur starb.

München - Am Isarufer brennen Kerzen. Jemand hat frische Blumen am Tatort am Fuß eines mächtigen Baumes niedergelegt. Am Stamm hängt ein Foto von Domenico L., einem lächelnden, jungen Mann, der genau heute vor zwei Jahren eiskalt ermordet wurde.

Domenico L. radelte am Abend des 28. Mai 2013 mit seiner Verlobten an der Isar entlang. Auf Höhe des Europäischen Patentamts stellte sich plötzlich ein dunkel gekleideter Mann in den Weg. Völlig grundlos spuckt er die Frau an. Als Domenico L. den Täter zur Rede stellt, zieht der ein Messer und stößt es dem 31-Jährigen mitten ins Herz. Anschließend flüchtet der Mörder in Richtung Corneliusbrücke (AZ berichtete).

Der Beginn einer der aufwendigsten Ermittlungen in der Münchner Kriminalgeschichte. Die Soko „Cornelius“ wurde gegründet. Über 700 Hinweisen gingen die Fahnder nach. 15 000 Personen wurden überprüft, 5500 Speicheltests gemacht. Ohne Erfolg.

Der Mörder hat sich bei der Tat versehentlich selbst verletzt. Deshalb verfügt die Mordkommission über den genetischen Fingerabdruck des Mannes. Doch auch der brachte nicht den Durchbruch. Alle Verdächtigen, die durch Spucken oder besonders impulsives Verhalten aufgefallen waren, mussten zum DNA-Test. Kein Treffer. "Wir haben keine heiße Spur, die wir verfolgen“, sagt Markus Kraus, Chef der Mordkommission. Die Soko wurde deshalb verkleinert zu einer sechsköpfigen Ermittlungsgruppe.

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