Auch in München: Greenpeace fordert bessere Tierhaltung

In München und anderen deutschen Städten haben Greenpeace-Aktivisten vor Supermärkten Kunden über Haltungsbedingungen informiert. 
| AZ/dpa
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Greenpeace-Aktivisten protestieren in München
Ralf Comer/Greenpeace Greenpeace-Aktivisten protestieren in München

Proteste gegen Billig-Fleisch: In München und anderen deutschen Städten haben Greenpeace-Aktivisten vor Supermärkten Kunden über Haltungsbedingungen informiert. 

München - In München und vielen weiteren deutschen Städten haben Greenpeace-Aktivisten am Samstag gegen Billigfleisch in Supermärkten protestiert.

Die Umweltorganisation kritisiert, dass der ganz überwiegende Teil des angebotenen Frischfleischs von Tieren aus klimaschädlicher und tierschutzwidriger Haltung stamme.

Greenpeace München: "Stufe 1 verstößt gegen das Tierschutzgesetz"

Dies habe eine Abfrage bei neun führenden deutschen Lebensmittelanbietern ergeben. Demnach seien 88 Prozent des Fleischs im Handel mit den Haltungsformen 1 oder 2 gekennzeichnet, unter denen die Tiere Greenpeace zufolge "unter qualvollen und häufig gesetzeswidrigen Bedingungen" gehalten werden.

"Heute stehen wir vor Supermärkten, um Verbraucher auf die Haltungskennzeichnung hinzuweisen, die nun auf dem Fleisch ist", sagt Ralf Comes von Greenpeace München. "Wir fordern, dass Produkte mit Stufe 1 ganz aus dem Sortiment genommen werden, da sie aus Greenpeace-Sicht gegen das Tierschutzgesetz verstoßen."

Billigfleisch: Klimaschädlich und tierfeindlich

Laut freiwilliger Kennzeichnung des Handels entspricht die erste Haltungsform "Stallhaltung" lediglich den gesetzlichen Mindestanforderungen. Fleisch, das mit der Stufe 2 - "Stallhaltung plus" - gekennzeichnet ist, sichert Tieren unter anderem mindestens zehn Prozent mehr Platz und zusätzliches Beschäftigungsmaterial. In München informierten Aktivisten vor mehreren Supermärkten Kunden über die Herkunft des Fleisches.

"Die Kennzeichnung ist ein wichtiger Schritt, aber sie reicht nicht, um Tierschutz im Stall umzusetzen", sagte Stephanie Töwe, Landwirtschaftsexpertin von Greenpeace.

Billigfleisch schade Umwelt, Klima und Gesundheit. Der Handel müsse dieses Fleisch aus den Regalen nehmen.

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