Auch 2021 wird es keinen neuen Maibaum am Viktualienmarkt geben

Es ist kein Aprilscherz: Wegen Corona wird es auch 2021 keinen neuen Maibaum am Viktualienmarkt geben. Die Auflagen und Maßnahmen verhindern das gemeinsame Herrichten durch die Burschenvereine und das traditionelle Aufstellen am 1. Mai. Kommunalreferentin Kristina Frank will aber noch nicht aufgeben und eine Lösung finden.
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Seit 1962 wird der Maibaum am Viktualienmarkt vom "Verein Münchner Brauereien"  gestiftet. Doch heuer wird es wohl keinen geben.
Seit 1962 wird der Maibaum am Viktualienmarkt vom "Verein Münchner Brauereien" gestiftet. Doch heuer wird es wohl keinen geben. © IMAGO / Peter Schickert

München - Er gehört zum Viktualienmarkt wie die Verkaufsstände und die Brunnen: der Maibaum. Er ist ein Wahrzeichen des Marktes, der mit seiner Höhe von über 30 Metern die Stände und Kastanien deutlich überragt.  2017 wurde letztmals ein Maibaum am  Viktualienmarkt aufgestellt. Dieser trotzte seitdem Wind und Wetter. 2020 sollte dann ein neuer Maibaum aufgestellt werden, doch  das Vorhaben fiel der Corona-Pandemie zum Opfer. Nun ist klar, auch dieses Jahr wird die Tradition nicht wieder aufleben.

"Projekt Maibaum wird leider der Pandemie zum Opfer fallen"

Seit 1962 wird der Maibaum jedes Jahr vom "Verein Münchner Brauereien" gestiftet, doch 2021 fällt "das Projekt Maibaum leider der Pandemie zum Opfer", so der Vereinsvorsitzende Andreas Steinfatt zur "Bild".

Andreas Steinfatt, Vorsitzender des "Verein Münchner Brauereien".
Andreas Steinfatt, Vorsitzender des "Verein Münchner Brauereien". © Felix Hörhager/dpa

Traditionell wird der Maibaum von Burschenvereinen hergerichtet, aber die Corona-Maßnahmen und die damit einhergehenden eingeschränkten Kontaktmöglichkeiten machten ein Treffen der Burschen und die gemeinsame Gestaltung des Maibaums unmöglich.

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Selbst wenn es gelungen wäre, einen Baum herzurichten, die Aufstellung am 1. Mai wäre mit großen Schwierigkeiten verbunden gewesen. "Wenn Sie am Viktualienmarkt einen Baum aufstellen, haben Sie jede Menge Leute", so Steinfatt, der die Entscheidung von Herzen bedauert. "Es tut uns sehr, sehr leid. Wir lieben den Baum."

Kommunalreferentin Frank will eine Lösung finden

Die für den Viktualienmarkt zuständige Kommunalreferentin Kristina Frank (39, CSU) will das noch nicht so einfach hinnehmen. "Viktualienmarkt ohne Maibaum ist wie Eisbachwelle ohne Surfer. Als weithin sichtbares Zeichen unseres Münchner Selbstverständnisses gerade in schwierigen Zeiten ist der Maibaum auf dem Viktualienmarkt für mich eigentlich unverzichtbar", so Frank zur "Bild".

Kristina Frank ist Kommunalreferentin der Stadt München.
Kristina Frank ist Kommunalreferentin der Stadt München. © Petra Schramek

Die Kommunalpolitikerin will nun gemeinsam mit dem Brauereiverband eine Lösung finden, um den Viktualienmarkt in diesem Jahr doch noch mit einem neuen Maibaum schmücken zu können. 

Die Münchner würde es freuen, dem traditionellen Maibaumaufstellen mit Blasmusik wohnen jedes Mal Hunderte von Menschen bei. 

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