Arbeitsmarkt: 162.000 Münchnerinnen arbeiten in Teilzeit

Wie die Situation von Münchnerinnen auf dem Arbeitsmarkt ist – und wie die Stadt sie verbessern will.
| Emily Engels
X
Sie haben den Artikel der Merkliste hinzugefügt.
zur Merkliste
Merken
0  Kommentare Artikel empfehlen
Die Stadt München ist ein Wirtschaftsmagnet.
Matthias Balk/dpa Die Stadt München ist ein Wirtschaftsmagnet.

München - Wirtschaftsreferent Clemens Baumgärtner (CSU) bemüht gerne große Worte, wenn er von Münchens aktuellstem Wirtschaftsbericht spricht. In vielen Bereichen, etwa der Digitalisierung und in der Wissenschafts- und Forschungslandschaft, nehme München einen "hervorragenden Platz unter den Großstädten Deutschlands" ein. Auch die Arbeitslosenquote entspreche dem niedrigsten Wert der vergangenen 20 Jahre.

Bei den weiblichen Berufstätigen ist die Arbeitslosenquote mit 3,5 Prozent zwar geringfügig niedriger als die der Männer (3,6 Prozent). In der Tendenz konnten Männer allerdings mehr von den positiven Entwicklungen am Münchner Arbeitsmarkt profitieren. Denn der Anteil der Frauen unter allen Arbeitslosen erhöhte sich. 2017 lag er bei 47,1 Prozent, 2018 bei 47,4 Prozent.

Deutlich mehr Frauen in Teilzeit

Frauen arbeiten in München (wie auch in ganz Deutschland) nach wie vor deutlich häufiger in Teilzeit als Männer. So sind nur 61,3 Prozent der berufstätigen Frauen in München in Vollzeit beschäftigt, bei Männern liegt die Quote bei 87,3 Prozent. Anders ausgedrückt: 161.700 (73,5 Prozent) der knapp 220.000 Teilzeit-Beschäftigten sind Frauen, nur 26,5 Prozent Männer.

Nach wie vor wird der Großteil der Pflegeberufe von Frauen ausgeübt. Spitzenreiter ist der Bereich Dienstleistungen in privaten Haushalten. Hier lag der Frauenanteil 2018 bei 79,9 Prozent. Weitere Bereiche mit einem überdurchschnittlich hohen Frauenanteil sind das Gesundheits- und Sozialwesen (77,4 Prozent), der Bereich Erziehung/Unterricht (71,6 Prozent) sowie die Verwaltung (69,5 Prozent). Den mit Abstand geringsten Frauenanteil findet man hingegen im Baugewerbe (16 Prozent). Auch im Verkehr und der Lagerei (20,2 Prozent) ist der Frauen-Anteil kleiner.

Vor allem für Alleinerziehende (auch in München meist Frauen) wollen Stadt und Jobcenter die Situation verbessern: Denn jede vierte Alleinerziehende ist auf Leistungen nach dem Sozialgesetzbuch II angewiesen. Das von der Stadt finanzierte "Zentrum für Alleinerziehende und Beruf" betreut jährlich 900 Frauen. Mehr als ein Drittel (35,3 Prozent) von ihnen fanden 2018 den Weg zurück in den Arbeitsmarkt.

Lesen Sie hier: Zu teure Mieten - Der Justiz gehen die Bewerber aus

Lädt
Anmelden oder registrieren

Zum Login
Zu meinen Themen hinzufügen

Hinzufügen
Sie haben bereits von 15 Themen gewählt

Bearbeiten
Sie verfolgen dieses Thema bereits

Entfernen
Um "Meine AZ" nutzen zu können, müssen Sie der Datenspeicherung zustimmen.

Zustimmen
Teilen 0  Kommentare – hier diskutieren Artikel empfehlen
0 Kommentare
Artikel kommentieren