Arbeitslose erhalten Vorschüsse und Bargeld in München im Supermarkt

Ab Juni können Empfänger von Arbeitslosengeld Zahlscheine im Supermarkt einlösen, statt wie bisher an Automaten in der Arbeitsagentur. Das berichtet die SZ. Rewe, Real, Rossmann, Penny, DM und Dr. Eckert sollen sich an dem Pilotprojekt beteiligen.
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Arbeitslose erhalten ab Juni Vorschüsse in Geschäften.
dpa Arbeitslose erhalten ab Juni Vorschüsse in Geschäften.

München - Die Regelung betreffe vorerst nur Zuschüsse, die bei besonderen finanziellen Notfällen beantragt werden können. Beispielsweise, wenn die Waschmaschine eines Hartz-IV-Empfängers plötzlich kaputt ist und er nicht genügend Geld für ein neues Gerät hat. Der Sachbearbeiter übergibt dann den Zahlschein, der im Supermarkt gegen Bargeld eingetauscht werden kann. Das Arbeitslosengeld wird auch weiterhin auf die Konten der Leistungsempfänger überwiesen.

Arbeitslose erhalten Geld an der Supermarktkasse

München ist einer von neun deutschen Standorten. Bis Ende 2018 will die Arbeitsagentur all ihre Kassenautomaten abbauen. Das Bargeld gibt's dann nur noch an Supermarktkassen. Die Automaten seien alt und häufig defekt, begründet das Amt.

Unumstritten sind Supermarkt-Bargeldauszahlungen nicht. Kritiker fürchten eine Diskriminierung und Bloßstellung der Empfänger von Sozialleistungen in der Öffentlichkeit. Anne Beck, die Sprecherin der Agentur München, hält in der SZ dagegen: Der Zahlschein sei bewusst neutral und anonym gehalten. Kein Logo vom Amt sei enthalten. Im Supermarkt könne daher niemand erkennen, ob der Kunde Sozialleistungen bezieht oder ob er beispielsweise den Zahlschein eines Online-Versandhandels eintauscht.

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