Anschuldigungen gegen Münchner Techno-Club-Betreiber – so reagiert das Management jetzt

Der Münchner Techno-Club DNA hat gerade erst seine Türen geschlossen, schon soll es in Kürze einen Nachfolger mit den alten Betreibern geben. Doch rund um die Euphorie um die Neueröffnung mit dem Namen "Sonder" werden in sozialen Medien harte Anschuldigungen laut. Worum es genau geht und was die Betreiber dazu sagen.
von  Florian Kraus
Das Nachtleben in München hat mit dem DNA gerade erst einen Club verloren, und schon steht die Nachfolge an.  Die Betreiber öffnen im Januar das Sonder im Werksviertel. Allerdings gibt es jetzt schwere Vorwürfe – das Management bezieht nun Stellung. (Symbolbild)
Das Nachtleben in München hat mit dem DNA gerade erst einen Club verloren, und schon steht die Nachfolge an. Die Betreiber öffnen im Januar das Sonder im Werksviertel. Allerdings gibt es jetzt schwere Vorwürfe – das Management bezieht nun Stellung. (Symbolbild) © IMAGO

Im Zuge der Berichterstattung um den Nachfolger für den Münchner Techno-Club DNA wurden Vorwürfe gegen einen der Betreiber laut. Unter einem Instagram-Post der Süddeutschen Zeitung äußerten sich viele Menschen negativ. "Name-Washing vom Feinsten", schreibt ein Instagram-Nutzer. Damit wird unterstellt, der neue Name – nach dem Ende des DNA läuft die Neueröffnung unter der Bezeichnung "Sonder" – sei ein Versuch, den Ruf des alten Clubs loszuwerden. 

Machtmissbrauch und Übergriffe im DNA?

Im Kern drehen sich die Vorwürfe, die von ehemaligen Besuchern und Szene-Kennern unter dem Beitrag geäußert werden, um angeblich unaufgearbeitete Vorwürfe sexueller Übergriffe sowie einer toxischen Atmosphäre und Machtmissbrauch hinter den Kulissen. Nicht jeder sieht das so – andere bedanken sich für die vergangene Zeit und äußern Vorfreude über den angekündigten neuen Club.

In einer umfangreichen Stellungnahme auf seiner Homepage reagiert das DNA-Team auf die Vorwürfe. Darin heißt es unter anderem, man nehme die Vorwürfe sexueller Belästigung und Übergriffe "sehr ernst" und stelle sich "auf die Seite der Betroffenen".  In Fällen, wo es zu mutmaßlichen Belästigungen unter den Besuchern kam, habe die Club-Führung situativ die Polizei eingeschaltet. Den Vorwurf, bei sexueller Belästigung oder Übergriffen wegzusehen, weist das DNA-Team "entschieden zurück".

Nach Anschuldigungen freigestellt

Zu den Anschuldigungen gegenüber Personen aus dem DNA-Dunstkreis heißt es, man hätte nach den Äußerungen einer "Personengruppe" wiederholt Gesprächsangebote zur "Klärung der Vorwürfe" angeboten – zuletzt unter Einschaltung der neutralen und städtischen Stelle MoNa (Moderation der Nacht). Diese seien bisher nicht angenommen worden. 

Dieser Darstellung widerspricht nun aber die MoNa auf Anfrage der AZ. Der Club habe sich an sie "gewendet und nach einem moderierten Gespräch gefragt", so ein Sprecher des verantwortlichen Sozialreferats. MoNa habe das Angebot der Mediation erklärt. "Danach gab es keine Rückmeldung mehr", so der Sprecher. Der Club wolle sich "bei Bedarf wieder melden". 

Nach Angaben des DNA-Clubs wurde aber einer der Geschäftsführer, der von den Vorwürfen betroffen ist, von seinen Aufgaben vorerst freigestellt.

Die AZ kann die Vorwürfe auf beiden Seiten nicht prüfen und verweist auf die Unschuldsvermutung.

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