Anklage nach Heldentat in Garching: Verfahren gegen Tesla-Fahrer eingestellt

Die unglaubliche Rettungsaktion auf der A9 machte einen Tesla-Fahrer zum Helden. Weltweit berichtetetn Medien über den mutigen Lebensretter. Doch die deutsche Justiz beeindruckte das nicht.
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Tesla-Chef Elon Musk ist mächtig beeindruckt von seinem Kunden - und verspricht, den Schaden zu bezahlen.
Feuerwehr München/dpa Tesla-Chef Elon Musk ist mächtig beeindruckt von seinem Kunden - und verspricht, den Schaden zu bezahlen.

Die unglaubliche Rettungsaktion auf der A9 machte einen Tesla-Fahrer über Nacht zum Helden. Weltweit berichteten Medien über den mutigen Lebensretter. Doch die deutsche Justiz beeindruckte das nicht.

München - Mit einem waghalsigen Manöver auf der A9 erweichte Manfred Kick weltweit die Herzen. Sogar Tesla-Chef Elon Musk höchstpersönlich schaltete sich ein: Er beglich den Schaden, der bei der Rettungsaktion entstand, als Manfred Kick im Februar den Wagen eines bewusstlosen Fahrers im Feierabendverkehr ausbremste.

Umso mehr erstaunte die Meldung, die filmreife Heldentat könnte für den Lebensretter juristische Konsequenzen haben. Wegen gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr erhob die Staatsanwaltschaft Anklage. Zur Erinnerung: Selbstlos manövrierte der Familienvater seinen Tesla vor das führerlos dahinschlingernde Auto und provozierte bewusst einen Auffahrunfall, um den Wagen auszubremsen. Die Aktion war zwar riskant, rettete aber das Leben des bewusstlosen Fahrers. Womöglich verdanken ihm auch viele weitere Verkehrsteilnehmer, die an diesem Tag im Feierabendverkehr auf der A9 unterwegs waren, ihre Unversehrtheit.

Kick: "Ich hatte von Anfang an Vertrauen"

Doch nicht nur auf gutes Karma, sondern auch auf die deutsche Justiz war in diesem Fall Verlass: Das routinemäßig eingeleitete Ermittlungsverfahren wurde nun fallen gelassen. "Ich hatte von Anfang an Vertrauen in den deutschen Rechtsstaat", äußerte sich Kick gegenüber Bild.

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