An U-Bahnendhaltestellen: Uber startet "Letzte Meile"-Service in München

Der umstrittene Mobilitätsdienstleister Uber startet in München seinen "Letzten Meile"-Service. Für einen Fixpreis soll man sich so nach Hause fahren lassen können.
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Uber startet seinen "Letzte Meile"-Service in München.
Uber startet seinen "Letzte Meile"-Service in München. © Laura Dale/PA Wire/dpa

München - Der Fahrdienstleister Uber startet in München ein Pilotprojekt zur besseren Anbindung von städtischen Außenbezirken. Die "Heimbringer-"Option vermittelt ab sofort Fahrten von allen Münchner U-Bahnendhaltestellen zu einem Festpreis von sechs Euro.

Dieser gilt ab den Haltestellen bis zu Zielen im Umkreis von 2,5 Kilometern, teilt das Unternehmen mit. Wer weiter weg wohnt, muss draufzahlen. Laut Uber basiert der Service auf den Erfahrungen, die das Unternehmen in dem Pilotprojekt in Kirchheim gesammelt hat.

Uber startet Heimbring-Service in München

Dort startete das US-Unternehmen 2019 ein Projekt, bei dem man für fünf Euro innerhalb von und zwischen Kirchheim, Poing, Aschheim, Pliening und Feldkirchen fahren konnte. Zwischen Mitternacht und 5 Uhr fuhren Mietwagen zum Festpreis von 15 Euro nach München oder zurück.

Aufgrund der guten Resonanz verlängerte Uber das Projekt, nun soll auch der Stadtrand vom Service profitieren. "Gerade die 'letzte Meile', also der Weg von der Bahnstation nach Hause, ist für viele Menschen eine Herausforderung, weshalb viele nach wie vor das eigene Auto bevorzugen. Hier setzt unser neues Angebot an, mit dem wir den Menschen eine flexible Alternative anbieten wollen", sagt Uber-Deutschlandchef Christoph Weigler.

Zum Start ist das Angebot an 14 U-Bahnendhaltestellen in München verfügbar. Sofern die Ziele im Umkreis von 2,5 km von der Bahnstation liegen, wird die Option automatisch bei einer UberX-Buchung angewandt und der Festpreis von sechs Euro berechnet.

Uber ist umstritten – vor allem bei klassischen Taxiunternehmen

Uber steht seit Jahren in der Kritik, vor allem bei Taxiunternehmen. Uber etwa ist nicht an Taxitarife gebunden und kann so viele (kurze) Fahrten günstig anbieten. Auch müssen die Fahrer oft, weil sie von der Firma als selbständige Unternehmer gesehen werden, keine diesbezügliche Prüfung ablegen und unterliegen oft nicht den Auflagen des Personenbeförderungsgesetzes. Diese Praxis haben Gerichte europaweit allerdings mehrfach verurteilt, zuletzt Anfang des Jahres der Supreme Court in London.

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"Uber arbeitet ausschließlich mit lokalen, lizenzierten Mietwagen- und Taxiunternehmen zusammen, die die Beförderungsleistung erbringen. Die Fahrer der Partnerunternehmen besitzen ausnahmslos einen Personenbeförderungsschein und erfüllen sämtliche Voraussetzungen für die gewerbliche Personenbeförderung. Alle Fahrten sind vollständig für die gewerbliche Personenbeförderung versichert", heißt es dazu von Uber-Deutschland.

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