Amoklauf von München: Waffenhändler war laut Anklage kein Mitwisser

Der Mann, der dem Münchner Amokläufer die Waffe verkauft haben soll, soll nichts von der geplanten Attacke im OEZ gewusst haben. Das teilte die Staatsanwaltschaft am Montag mit.
| AZ/dpa
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Einsatzkräfte der Polizei am Tag des Amoklaufs in München.
Felix Hörhager/dpa Einsatzkräfte der Polizei am Tag des Amoklaufs in München.

München - Die Staatsanwaltschaft geht nicht davon aus, dass der mutmaßliche Waffenlieferant des Münchner Amokschützen auch ein Mitwisser war. "Wir haben bisher keine Anhaltspunkte dafür, dass der Waffenhändler Kenntnis von der geplanten Tat hatte", sagte eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft am Montag in München.

Der Anwalt mehrerer Angehöriger der Opfer hatte dem mutmaßlichen Verkäufer der Tatwaffe laut Bayerischem Rundfunk eine mögliche Mitwisserschaft vorgeworfen. Der Nebenkläger forderte demnach den für Ende August angesetzten Prozess gegen den Angeklagten zu vertagen oder aufzuspalten.

Am kommenden Samstag jährt sich der Amoklauf von München zum ersten Mal. Der 18-jährige Amokläufer David S. hatte mit einer Pistole neun Menschen erschossen und sich selbst gerichtet. Die Pistole samt Munition hatte er über das sogenannte Darknet besorgt, einen anonymen Teil des Internets. Die Waffe soll von dem 32-jährigen Angeklagten stammen. Der Prozess gegen ihn unter anderem wegen fahrlässiger Tötung beginnt am 28. August.

Lesen Sie auch: OEZ-Attacke - Die Nacht des Schreckens

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