Amokläufer übte vor der Tat mit 100 Schuss Munition

Ali David S. tötete neun Menschen, 36 weitere wurden zum Teil schwer verletzt. Waffe und Munition hat sich der 18-Jährige im Darknet gekauft. Noch kurz vor der Tat soll der Amokläufer mit 100 Schuss Munition Schießen geübt haben.
| az/dpa
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Das ist der Amokläufer vom OEZ: Ali David S. (18) war ein Einzelgänger.
privat Das ist der Amokläufer vom OEZ: Ali David S. (18) war ein Einzelgänger.

Ali David S. tötete neun Menschen, 36 weitere wurden zum Teil schwer verletzt. Waffe und Munition hatte sich der 18-Jährige im Darknet gekauft. Noch kurz vor der Tat soll der Amokläufer mit 100 Schuss Munition Schießen geübt haben.

München - Wie der "Bayerische Rundfunk" unter Berufung auf einen LKA-Sprecher berichtet, hat Ali David S. vor seinem blutigen Amoklauf mit 100 Schuss Schießen geübt. Waffe und Munition besorgte er sich über einen Händler im Darknet – die Übergabe der Pistole hat Mitte Mai in Marburg stattgefunden. Die 100 Schuss waren damals im Kaufpreis inbegriffen.

Nach dem Amoklauf versteckte sich Ali David S. in einem Wohnhaus

Vier Tage vor dem Amoklauf hat S. dann nochmals bei dem Waffenhändler eingekauft – diesmal waren es 350 Schuss Munition. Die Ermittler konnten diese Munition nach der Tat sicherstellen. Zwar ist der Ort schon bekannt, an dem S. das Schießen geübt habt, allerdings könne dieser aufgrund kriminaltechnischer Untersuchungen noch nicht bekanntgegeben werden.

Finanzierung über Taschengeld und Zeitungsaustragen

Die Tatwaffe war dem LKA zufolge eine Pistole des Modells Glock 17. Für Waffe und Munition hat S. insgesamt 4.350 Euro bezahlt – finanziert habe er sich beides von seinem Taschengeld und dem Lohn, den er mit Zeitungsaustragen verdiente.

Waffen-Verkäufer sitzt in U-Haft

Der Verkäufer der Waffe sitzt mittlerweile in Untersuchungshaft. Gegen den 31-Jährigen aus Marburg wurde Haftbefehl wegen des Verstoßes gegen das Waffengesetz und das Kriegswaffenkontrollgesetz erlassen, wie der Sprecher der Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt, Alexander Badle, am Mittwoch mitteilte. Der mutmaßliche Waffenhändler war bei einem Scheingeschäft am Dienstag in Marburg von einer Spezialeinheit des Zollkriminalamts überführt worden.

Am 22. Juni erschoss der 18-Jährige im Olympia-Einkaufszentrum neun Menschen und danach sich selbst.

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