Alte Paketposthalle oder Ratzingerplatz? Wo baut Ikea in München?

In einer TU-Studie hat die Paketposthalle zwar Platz eins belegt. Das Möbelhaus bevorzugt aber offenbar einen anderen Standort.
| Florian Zick
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Schick, spektakulär – aber nicht der Favorit: Ikea bevorzugt für seine Innenstadt-Filiale offenbar einen anderen Standort als die Paketposthalle.
Allmann Sattler Wappner Schick, spektakulär – aber nicht der Favorit: Ikea bevorzugt für seine Innenstadt-Filiale offenbar einen anderen Standort als die Paketposthalle.

Neuhausen/Sendling - Natürlich wäre das spannend: eine Ikea-Filiale in der alten Paketposthalle. Schließlich hat der Möbelriese der Stadt für seinen geplanten Innenstadt-Standort auch ein kleines Zubrot in Aussicht gestellt - Wohnungen, Sportflächen, einen Supermarkt (AZ berichtete).

Wie das aussehen könnte, hat das Münchner Architekturbüro Allmann Sattler Wappner ganz unabhängig von Ikea schon einmal aufgezeigt. Die Entwürfe sind schick und durchaus spektakulär. Offenbar bevorzugt das Möbelhaus aber einen anderen Standort.

Nicht die Paketposthalle und auch nicht die ebenfalls von der TU untersuchte Arbeitsagentur am Kapuzinerplatz hat Ikea ganz oben auf seiner Liste. Nach AZ-Informationen favorisieren die Schweden den Ratzingerplatz in Obersendling als Standort.

Der schienendurchzogene Platz liegt schon seit vielen Jahren brach. Bis zum Bau der U3 hielt hier noch die Trambahnlinie 8. Seitdem aber verkommt Obersendlings Mitte zum Schandfleck.

Zwar will die Stadt in den nächsten Jahren am Ratzingerplatz ein Gymnasium bauen, eine Grundschule und auch Wohnungen. Noch aber ist die Planung im Fluss. Es wäre also nicht zu spät, dort auch eine Ikea-Filiale noch irgendwie zu integrieren.


Liegt schon lange brach: der Ratzingerplatz in Obersendling. Foto: zif

Der Konzern selbst äußerst sich zu seinen Plänen nicht näher. "Wir haben noch keine Standort-Auswahl getroffen", sagt Unternehmenssprecherin Chantal Gilsdorf. Derzeit sei noch nicht mal klar, ob überhaupt einer der drei untersuchten Standorte in Frage komme.

Im Rathaus beobachtet man die Ikea-Pläne trotzdem sehr interessiert. Er könne sich gut an die Zeit erinnern, als es auf der Schwanthalerhöhe noch das Karstadt-Möbelhaus und später dann den XXL-Lutz gab, sagt SPD-Fraktionschef Alexander Reissl. Da habe man zum Möbelkauf noch nicht raus aus der Stadt müssen. Reissl befürwortet eine Innenstadt-Ansiedlung von Ikea deshalb auch ausdrücklich.

Für Ikea könnte der Ratzingerplatz eine gute Wahl sein. Wegen der S-Bahn-Anbindung hat die TU-Studie die Paketposthalle zwar auf Platz 1 gesetzt. An sich ist aber auch der Ratzingerplatz ganz gut öffentlich zu erreichen. Die U-Bahnstation Aidenbachstraße ist nicht weit. Und wenn in ein paar Jahren die Westtangente fertig ist, soll am Ratzingerplatz auch die Tram wieder Halt machen.

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