Aldi macht in München nach Feierabend die Parkplätze auf

In sechs Münchner Vierteln öffnen Aldi-Filialen ab sofort ihre Parkplätze nach Ladenschluss für Anwohner: Wo die Parkplätze sind, was sie kosten, wie man sie buchen kann – und welche Rolle ein Münchner Start-up spielt.
Irene Kleber |
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In sechs Aldi-Supermärkten sind ab sofort "Feierabendparkplätze" zu haben. Das präsentieren hier Mitarbeiter von Aldi Süd und Wemolo.
In sechs Aldi-Supermärkten sind ab sofort "Feierabendparkplätze" zu haben. Das präsentieren hier Mitarbeiter von Aldi Süd und Wemolo. © Wemolo

Ewige Parkplatzsuche nach der Arbeit, weil rund um die eigene Wohnung schon alles besetzt ist – dazu ist jetzt in sechs Münchner Vierteln Erleichterung in Sicht. Denn die örtlichen Aldi-Supermärkte öffnen ab sofort ihre Kundenparkplätze nach Ladenschluss und bis zum Morgen – fürs Feierabendparken.

Dann können Anwohnerinnen und Anwohner ihre Autos abends, nachts und sonntags auf dem Supermarktparkplatz abstellen. Ein Feierabendparkplatz kostet fünf Euro Parkgebühr pro Nacht (oder 50 Euro im Monat).

81 Stellplätze digital buchbar

Insgesamt 81 Stellplätze sind digital buchbar. Möglich macht das das Münchner Start-up Wemolo, ein Spezialist für digitale Parkraumbewirtschaftung. Die Idee der Gründer Jakob Bodenmüller, Bastian Pieper und Yukio Iwamoto ist 2019 an der UnternehmerTUM entstanden.

Konkret geht es um diese Aldi-Supermärkte...

  • Berg am Laim: Hermann-Weinhauser-Straße 90 (13 Stellplätze)
  • Neuperlach: Maximilian-Kolbe-Allee 1 (15 Stellplätze)
  • Trudering: Bognerhofweg 5 (14 Stellplätze)
  • Feldmoching-Hasenbergl: Lerchenauerstraße 240 (zehn Stellplätze)
  • Hadern: Großhaderner Straße 44 (zwölf Stellplätze)
  • Schwabing-Freimann: Heidemannstraße 9 (17 Stellplätze).

So viel kostet ein Feierabendparkplatz

Wann genau sind die Stellplätze nutzbar? Montag bis Samstag von 18.30 Uhr bis 8.30 Uhr; außerdem immer sonntags ganztägig, denn dann sind die Supermärkte geschlossen.

Ein Feierabendparkplatz lässt sich einfach übers Smartphone buchen.
Ein Feierabendparkplatz lässt sich einfach übers Smartphone buchen. © Wemolo

Das sind die Tarifoptionen – eine Nacht: fünf Euro; sieben Nächte (Woche): 25 Euro; 30 Nächte (Monat): 50 Euro.

Einfach übers Handy buchen

Und so funktioniert die Onlinebuchung: Entweder man nutzt einfach die QR-Codes direkt an den Filialen, um seinen Platz zu buchen. Oder man bucht online, etwa auf dem Smartphone, über www.go.wemolo.de/aldi. Eine App-Installation ist nicht erforderlich. Es gibt keine Abo-Pflicht, spontane Buchungen sind jederzeit möglich.
Bevor die Buchung abläuft, erinnert das System per E-Mail und in der Web-App daran – man kann sie dann direkt danach verlängern oder erneuern.

Ohne Schranke, ohne Tickets

Technisch möglich macht das die schrankenlose Kennzeichenerkennung von Wemolo. Bei der Buchung hinterlegt man sein Kennzeichen. Das System gleicht automatisch ab, ob das Fahrzeug im gebuchten Zeitraum parkberechtigt ist. So werden bestehende Parkflächen mehrfach genutzt, ohne Schranken oder Tickets.

Im Bezirksausschuss (BA) Schwabing-Freimann, wo an der Heidemannstraße mit 17 Stellplätzen der größte Feierabendparken-Standort ist, reagiert man erfreut auf die neue Parkmöglichkeit. "Ich bin gespannt, wie die umliegende Bevölkerung das Angebot annimmt", sagt BA-Chef Patric Wolf.

Wemolo: 3500 Parkflächen in fünf Ländern

Das Münchner Start-up ist übrigens sehr erfolgreich: Wemolo beschäftigt heute über 250 Mitarbeiter in München, Salzburg, Zürich, Breslau und Mailand. Auf bislang 3500 Parkflächen in fünf Ländern erfasst das junge Tech-Unternehmen täglich mehr als 2,5 Millionen Parkvorgänge.

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  • Der wahre tscharlie am 25.07.2026 19:39 Uhr / Bewertung:

    Also ich halte das für eine gute Idee. Und billig ist es auch noch.
    Und dass das Ganze kontrolliert und überwacht werden muß, ist doch wohl logisch.
    Denn es gibt sicherlich so ganz "Schlaue", die vielleicht denken, ach die merken das sowieso nicht wenn ich umsonst parke.
    Wer die hohen Spritpreise zahlen kann, hat doch auch die 5 Euro fürs Über-Nacht-Parken.

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  • Osmium am 24.07.2026 22:56 Uhr / Bewertung:

    Der Aldi-Parkplatz in der Großhaderner Straße war außerhalb der Geschäftszeiten eigentlich immer offen, damit man die Ladesäule nutzen konnte.

    Dann kommen ein paar Wegelagerer daher und stellen Kameras zur Kennzeichenüberwachung auf, nennen sich Startup und kassieren für etwas, was bisher kostenlos war.

    Die Ladesäule mit bisher halbwegs vernünftigen Preisen ist mit der Parkgebühr am Wochenende nun vollkommen uninteressant geworden, da sich z. B. bei Abnahme von 10 kWh der Preis verdoppelt.

    Ich hoffe nur, dass keiner die Parkzeit überschreitet und auch keiner außerhalb der Geschäftszeiten dort parkt, damit diese Schmarotzer möglichst bald insolvent sind. Und ich hoffe, das Aldi merkt, dass sie sich da selber ins Knie geschossen haben, wenn der Umsatz beim Strom ins Bodenlose fällt.

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  • kartoffelsalat am 25.07.2026 05:45 Uhr / Bewertung:
    Antwort auf Kommentar von Osmium

    Schmarotzer sind Menschen, die glauben ihr Fahrzeug kostenfrei/zu Spottpreisen im öffentlichen Raum oder fremdem Privatgrund lagern zu dürfen.

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